Arbeiten am gesperrten Radweg Kampfmittelräumdienst untersucht Rheinradweg in Niederdollendorf

Niederdollendorf · Seit Februar ist der beliebte Rheinradweg zwischen Niederdollendorf und der Bonner Stadtgrenze bei Oberkassel für den Radverkehr gesperrt. Grund: Die Route soll verbreitert und saniert werden. Vor Kurzem war der Kampfmittelräumdienst vor Ort. Ob er was gefunden hat, daraus macht die Behörde noch ein Geheimnis.

Ausgebaut wird derzeit der beliebte Rheinradweg zwischen Königswinter-Niederdollendorf und Bonn-Oberkassel.

Ausgebaut wird derzeit der beliebte Rheinradweg zwischen Königswinter-Niederdollendorf und Bonn-Oberkassel.

Foto: Frank Homann

Der Kampfmittelräumdienst hat die Baustelle des Rheinradweges zwischen dem Weidenweg nahe der Niederdollendorfer Fähre und der Bonner Stadtgrenze bereits vor zwei Wochen untersucht. Das teilt die Stadt Königswinter am Dienstag auf GA-Anfrage mit. Der Kommune war ursprünglich mitgeteilt worden, dass der Einsatz am Montag dieser Woche beginnen solle.

Hintergrund: Die Arbeiten ruhen, seitdem Mitte März wenige Meter vom Oberkasseler Bootshaus entfernt eine Granate gefunden wurde. Der Blindgänger wurde daraufhin entfernt. Der Kampfmittelräumdienst sei am 16. Mai in Königswinter im Einsatz gewesen, sagte Florian Striewe, Sprecher der Stadt Königswinter. Der Termin sei vorgezogen, die Stadt aber nicht informiert worden.

Die Ergebnisse werden laut Striewe jetzt ausgewertet und sollen der Stadt Anfang nächster Woche vorliegen. „Ob sie je nach Verdachtsfällen noch mal rangehen müssen, zeigt sich hoffentlich bis dann. Ansonsten gehen die Arbeiten am Radweg zügig weiter. Das freut uns, nachdem die Unterbrechung schon viel zu lange gedauert hat“, sagte Striewe.

Die Bauarbeiten zur Verbreiterung und zur Sanierung des Rheinradweges auf einer Länge von rund 950 Metern hatten Ende Februar begonnen und sollten eigentlich bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Erst Ende Februar waren die Arbeiten gestartet, die rund eine Million Euro kosten sollen, wobei 90 Prozent der förderfähigen Kosten von Bund und Land übernommen werden.

Als Europäischer Fernradweg und als Pendlerroute von Bedeutung

Der Radweg wird dabei saniert, auf eine Mindestbreite von drei Metern und dort, wo es möglich ist, sogar auf eine Breite von vier Metern ausgebaut. Für die Dauer der Baumaßnahme ist der Weg für Radfahrer komplett gesperrt. Für sie ist allerdings eine Umleitung über die Hauptstraße (L 193) in Oberdollendorf und in Oberkassel über die bahnparallele Bernhardstraße ausgeschildert. Der Radweg ist sowohl als Europäischer Fernradweg als auch als Pendlerroute von besonderer Bedeutung.

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