Jubiläumsjahr Niederdollendorfer Feuerwehr blickt auf ein Rekordjahr

Niederdollendorf · Die Löschgruppe Niederdollendorf besteht seit 125 Jahren. Das wird am kommenden Wochenende gefeiert. Die Wehr freut sich zudem über weitere Unterstützung, schaut sie doch auf ein Rekordjahr zurück. Und der Trend scheint sich fortzusetzen.

Ein Dachstuhlbrand im März 2023 war einer der großen Einsätze, die die Freiwillige Feuerwehr in Niederdollendorf im vergangenen Jahr beschäftigt hat.

Ein Dachstuhlbrand im März 2023 war einer der großen Einsätze, die die Freiwillige Feuerwehr in Niederdollendorf im vergangenen Jahr beschäftigt hat.

Foto: Ralf Klodt

Vor 125 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr Niederdollendorf gegründet worden: Das wird kommendes Wochenende, 15. und 16. Juni, am Feuerwehrhaus in der Hauptstraße gefeiert. Am Samstag wird ab 17 Uhr zu einem Dämmerschoppen eingeladen und am Sonntag stehen zwischen 11 und 18 Uhr Live-Übungen, eine Fahrzeugausstellung und Musik auf dem Programm. „Bei der Veranstaltung freut sich die Löscheinheit über weitere Interessierte an der ehrenamtlichen Arbeit“, heißt es in einer Mitteilug der Freiwilligen Feuerwehr in Königswinter. Denn der Einsatz der freiwilligen Kräfte ist zunehmend gefragt, wie auch die Zahlen der Löschgruppe Niederdollendorf aus dem Vorjahr zeigen.

2023 war ein Rekordjahr

Demnach war 2023 ein Rekordjahr. Die 34 Frauen und Männer der Löschgruppe mussten zu 132 Einsätzen ausrücken. Der Dachstuhlbrand eines Wohnhauses in Niederdollendorf im März oder der Brand in einem Mehrfamilienhaus im Oktober in der Hauptstraße, bei dem eine Wohnung komplett ausgebrannt ist, sind hier unter anderem bemerkenswert. Als Bestandteil des Messzuges Rhein-Sieg rückten die Wehrleute auch zu Großbränden in Leverkusen oder dem Kloster in St. Augustin aus. Ein weiterer Schwerpunkt der Wehr ist die Wasserrettung auf dem Rhein. Hier wurde die Einheit mit dem Mehrzweckboot in 14 Fällen zu Einsätzen alarmiert. Somit kamen 2023 über 1750 Einsatzstunden zusammen.

Auch bilden sich die Einsatzkräfte regelmäßig fort. So absolvierte Hauptbrandmeister Martin Leischner eine Ausbildung im Rahmen des Europäischen Waldbrandmoduls und kann hier nun eine Teileinheit führen. Das Waldbrandmodul, zu dem neben Kräften aus Königswinter Kräfte aus Bonn und Leverkusen gehören, ist EU-weit unterwegs und hat bereits in Griechenland und Frankreich bei Waldbränden unterstützt. „Auch in diesem Jahr sind die Einsatzzahlen weiterhin auf hohem Niveau“, sagt Feuerwehr-Sprecher Lutz Schumacher auf GA-Nachfrage. Bereits im Januar mussten die Königswinterer Einsatzkräfte zu einem Großeinsatz ausrücken: Unweit des Hotels Maritim in der Hauptstraße in der Altstadt von Königswinter stand eine Wohnung in Vollbrand, eine Frau kam dabei ums Leben.

Wer mit dem Gedanken spielt, Teil der Freiwilligen Feuerwehr zu werden, kann bei den regelmäßigen Treffen der Einsatzabteilung montags ab 19.15 Uhr und der Jugendfeuerwehr aller zwei Wochen montags ab 18 Uhr vorbeischauen.