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Kommentar zum Hobshof in Vinxel: Nur wenig zu bieten

Kommentar zum Hobshof in Vinxel : Nur wenig zu bieten

Es ist in Vinxel wie fast überall. Je näher die Menschen an einem Neubaugebiet wohnen, desto größer ist ihre Betroffenheit.

Wer weiter weg wohnt, sieht die möglichen neuen Nachbarn meist mit anderen Augen und ist eher geneigt, das große Ganze in den Blick zu nehmen. Dazu gehört auch, dass eine moderate Weiterentwicklung der Bergorte im Siebengebirge angesichts des demografischen Wandels durchaus sinnvoll ist. Sonst wohnen dort irgendwann nur noch Rentner und Pensionäre.

In Vinxel wurde rund um den Hobshof in den vergangenen Jahrzehnten möglicherweise nicht gebaut, weil der alte Bebauungsplan großzügige Flächen für den Gemeinbedarf vorsieht und für den Eigentümer deshalb wenig attraktiv war.

Nachdem der städtische Planungsausschusses vor gut einem Jahr auf Antrag der Koalition jedoch den Beschluss fasste, den Bebauungsplan zu ändern, um eine Reihenhausbebauung mit Baukörpern bis zu 50 Metern entlang der Holtorfer Straße für die Zukunft auszuschließen, hat dieser Schritt vielleicht beim Erzbischöflichen Schulfonds Begehrlichkeiten geweckt, die zu dem jetzt vorliegenden Planentwurf geführt haben.

Vorrangige Aufgabe der Politik sollte es daher nun sein, die Geister, die sie rief, im Zaum zu halten und auf eine angemessene Bebauung und ausreichende Flächen für den Gemeinbedarf zu achten. Denn in diesem Punkt haben die Vinxeler bei allem Dissens sicher Recht. Für die Gemeinschaft hat der Ort bisher so gut wie nichts zu bieten.