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Jugendliche pflanzen Sträucher und Bäume in Oberpleiser Gärten: Pfadfinder im Einsatz für den Artenschutz

Jugendliche pflanzen Sträucher und Bäume in Oberpleiser Gärten : Pfadfinder im Einsatz für den Artenschutz

Ein schönes Dorfbild gehört zu den Zielen der Aktion „Mein Baum - Wir bringen Natur zu dir nach Hause“.

Es ist der perfekte Platz für den „Duftjasmin“: hell und luftig und mit genügend Raum, um die Wurzeln auszustrecken und kräftig zu wachsen. Familie Mohr jedenfalls freut sich über den Zuwachs im eigenen Garten – zumal sie den Strauch weder bezahlen noch selbst pflanzen musste. Das übernahmen die Pfadfinder des Stammes Oberpleis der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg im Rahmen ihrer Aktion „Mein Baum - Wir bringen Natur zu dir nach Hause“ für die Gartenbesitzer.

Getreu dem Motto „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt“ wollten die Pfadfinder ihren Heimatort so noch ein bisschen grüner machen und für ein schöneres Dorfbild sorgen.

Ziel war es außerdem, die Grundstückseigentümer für Umweltprobleme wie die Klimakrise und das Insektensterben zu sensibilisieren und auch selbst einen Beitrag zum Natur- und Artenschutz zu leisten.

Insgesamt waren am Samstag 19 Kinder, 20 Mitglieder des Leitungsteams sowie vier professionelle Gartenbauer in sechs Teams unterwegs, um 57 neue Sträucher und Bäume in Gärten in Oberpleis und der Umgebung zu pflanzen. „Wir Pfadfinder liefern sozusagen die Manpower“, erklärt Ansgar Lüke.

Finanziert wurden die Pflanzen, die aus heimischen Gefilden, nämlich von der Baumschule Dahs in Jüngsfeld stammen, von der Firma HTH Holtkamp aus Lohmar.

So hatten die Gartenbesitzer weder Kosten noch Mühe. Sie wurden unter anderem per Flyer auf die Aktion aufmerksam gemacht. Einen solchen Flyer hatte auch die Familie Mohr in ihrem Briefkasten vorgefunden, die sich einig darin war, dass das Ganze eine „klasse Aktion“ war. Aus einer langen Liste mit mehr als 30 Sträuchern und Bäumen konnte sich jeder seine Wunschpflanze selbst aussuchen, von „Acer campestre“, sprich Feldahorn, bis hin zur Weigelie „Bristol ruby“.

„Es ist eine tolle Initiative“, bestätigt auch Familie Frings, die zwei Häuser weiter wohnt und sich eine Hundsrose ausgesucht hatte. „Wir wollten gerne etwas, was nicht nur schön aussieht, sondern auch Früchte trägt“, so Thomas Frings. Beeren kann die Familie in ihrem Garten bereits reichlich ernten, künftig kommen nun also noch Hagebutten hinzu. Direkt an der Terrasse wird der Strauch in die Erde gesetzt. Martina, Carla und Cordia, allesamt Mitglieder der Pfadfinder, drücken die Erde mit bloßen Händen fest und errichten dann drumherum noch einen kleinen Erdwall.

Zum Abschluss gibt es noch eine kräftige Dusche für die Rose. Frings hat derweil Getränke und eine kleine Stärkung als Dankeschön für die fleißigen Gärtner bereitgestellt: „Der Einsatz für blühende Landschaften ist absolut löblich und sinnvoll“, sagt er. qg