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Polizei zieht positive Bilanz nach G7-Treffen am Petersberg​

Keine Einschränkungen im Siebengebirge : Polizei zieht positive Bilanz nach G7-Treffen am Petersberg

Knapp drei Tage waren die G7-Finanzminister und Notenbankchefs auf dem Petersberg zu Gast – und das von der Öffentlichkeit zumindest weitgehend unbemerkt. Seit Freitagmittag sind wie von der Polizei geplant auch alle Wanderwege wieder frei zugänglich.

Ab und an fährt eine Limousine mit dunkel abgetönten Scheiben den Berg hinauf, begleitet von Polizei. Am Fuß des Petersbergs ist die Straße abgeriegelt. Bilder wie diese sind die Königswinterer aus Jahrzehnten, in denen das Grandhotel auf dem Petersberg als Gästehaus des Bundes gekrönte Häupter und Staatschefs beherbergte, hinlänglich gewohnt. Auch das Treffen der G7-Finanzminister und Notenbankchefs von Mittwoch an verlief für die Öffentlichkeit in weiten Teilen unbemerkt. Seit Freitagmittag sind auch alle Wanderwege, wie zuvor von der Polizei angekündigt, wieder offen.

Mit der Abschlusspressekonferenz endete am Freitagmittag das zentrale Treffen der G7-Finanzminister und -ministerinnen und Notenbankgouverneure und -gouverneurinnen unter der deutschen G7-Präsidentschaft. Kurze Zeit später konnte auch der dreitägige Großeinsatz für die Bonner Polizei beendet werden. Von Mittwoch bis Freitag waren dabei mehrere Hundert Beamtinnen und Beamte der Bonner Polizei und weiterer Polizeibehörden aus Nordrhein-Westfalen im Einsatz, teilte die Polizei mit.

„Es gab keine Störungen oder sonstige sicherheitsrelevanten Ereignisse“, zog der Leitende Polizeidirektor Andreas Koch am Freitagnachmittag eine erste positive Bilanz. Zu der gehört auch, dass es auf und entlang der Fahrtrouten der insgesamt 21 teilnehmenden Delegationen zu keinen Verkehrsbeeinträchtigungen gekommen sei, so Koch.

Der Petersberg war Gastgeber für die Politprominenz. Der unterhalb gelegene Wintermühlenhof hingegen war Gastgeber für die Einheiten der Polizei, die für die Sicherheit der Konferenz Sorge zu tragen hatte. „Das hat eigentlich Tradition, schon seit den 50er-, 60er-Jahren“, so Fiona Streve-Mülhens Achenbach, Geschäftsführerin der Gut Wintermühlenhof GbR, zum GA. Etwa vier Wochen vor dem Gipfel habe die Polizei „nett angefragt“, ob das private und von außen kaum einsehbare Areal zur Verfügung gestellt werden könnte. „Und wir haben das gerne zugesagt, das war für uns eine Selbstverständlichkeit“, so Achenbach.

„Gutes Miteinander“

Alles sei vollkommen reibungslos verlaufen, so die Ur-Ahnin von Wilhelm Mülhens, der einst das in Köln ansässige 4711-Imperium begründet hatte. Zum Petersberg hat die Familie von jeher eine enge Verbindung. 1912 hatte Ferdinand Mühlens das Haus gekauft und erweitert. Später als Mietobjekt des Bundes logierten dort Gäste wie Kaiser Haile Selassie von Äthiopien, der Schah von Persien und die Queen. 1974 kaufte die Bundesregierung das Haus und baute es zum Bundesgästehaus aus.

Wanderwege seit Freitagmittag wieder frei

Vom Wintermühlenhof hinauf zum Petersberg sind es nur wenige Minuten – ein Vorteil, den sich die Polizei zunutze machte. „Das war ein sehr gutes Miteinander“, resümierte Achenbach, auch mit den Mietern am Wintermühlenhof. Wie geplant wurde am Freitagnachmittag die Sperrung der Zufahrt zum Petersberg aufgehoben, teilte die Polizei mit. Auch dort wie auf den Wegen rund um den Berg bestünden damit keine Einschränkungen mehr. Das Hotel und die angrenzenden Wanderwege des Naturparks Siebengebirge seien auch auf diesem Weg wieder zu erreichen.