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Razzia wegen Kinderpornografie: Durchsuchungen in Königswinter, Troisdorf und Eitorf

Ermittlungen zu Kinderpornografie : Durchsuchungen in Königswinter, Troisdorf und Eitorf

Die Staatsanwaltschaft Köln durchsuchte Wohnungen in Königswinter, Troisdorf und Eitorf und stellte Datenträger sicher. Die Durchsuchungen waren Teil einer groß angelegten Aktion in ganz NRW.

Im Zuge der Großrazzia bei 80 Beschuldigten wegen des Verdachts der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinderpornografischer Schriften sind am Donnerstag auch Wohnungen in Königswinter, Troisdorf und Eitorf durchsucht worden. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer als Sprecher der zuständigen Kölner Staatsanwaltschaft. „In den drei Städten wurde jeweils ein Objekt mit zwei Beschuldigten durchsucht.“

Es wurden zahlreiche Datenträger sichergestellt, einzelne Beschuldigte hätten sich bereits geständig eingelassen, so die Staatsanwaltschaft. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauere aber noch an. Haftbefehle seien nicht vollstreckt worden. Die Staatsanwaltschaft Köln weist darauf hin, dass die Maßnahmen nicht aus der Ermittlungsgruppe „Berg“ resultierten, die den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach aufklären soll.

Die Aktion in Königswinter fand nach Angaben des Bonner Polizeisprechers Robert Scholten in den Morgenstunden statt. „Wir haben einen Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft Köln umgesetzt“, so Scholten. In Troisdorf und Eitorf war die Kreispolizeibehörde tätig.

Die Leitung der Aktion lag in der Hand der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen. Dabei wurden Durchsuchungsbeschlüsse gegen 80 Beschuldigte in 64 Objekten vollstreckt. Durchsucht wurden die Wohnungen von Verdächtigen, die sich oder anderen vor allem über soziale Netzwerke kinderpornografische Inhalte verschafft haben sollen.