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Nahversorgung: Reger Betrieb auf neuem Wochenmarkt in Vinxel

Nahversorgung : Reger Betrieb auf neuem Wochenmarkt in Vinxel

Jeden Freitag können die Vinxeler ab sofort von 14 bis 18 Uhr Obst und Gemüse, Fleisch und Käse, Eier, Kartoffeln und frischen Fisch auf dem Wochenmarkt auf dem Vünftzailplatz einkaufen. Zum Start herrschte dort reger Betrieb.

Einen Supermarkt gibt es in Vinxel nicht. Nur ein Bäcker versorgt die Bewohner mit Backwaren. Um Lebensmittel zu kaufen, musste man mindestens ins benachbarte Stieldorf fahren. Das hat sich nun geändert, zumindest an einem Tag in der Woche. Jeden Freitag können die Vinxeler nun von 14 bis 18 Uhr Obst und Gemüse, Fleisch und Käse, Eier, Kartoffeln und frischen Fisch auf dem Wochenmarkt auf dem Vünftzailplatz einkaufen. Zum Start herrschte dort reger Betrieb.

„Der Vorreiter war Heisterbacherrott“, sagt Susanne Berger vom Bürgerverein. Dort gibt es seit vergangenen November einen wöchentlichen Markt, der von den Bürgern sehr gut angenommen wird. Der Wochenmarkt ist zu einem richtigen Dorftreff und Ort der Kommunikation geworden. Durch den dortigen Erfolg motiviert, setzte der Bürgerverein Vinxel, der die Idee auch schon länger hatte, diese nun in die Tat um. „Dass es jetzt geklappt hat, freut uns sehr“, sagt Berger, die mit ihren Kollegen seit dem Frühjahr die Umsetzung plant. Der Wochenmarkt soll aber nicht nur die Nahversorgung verbessern, auch das Kommunikative steht im Vordergrund. „Hier kennen sich viele nicht“, sagt Berger. „Das wollen wir durch den Markt auch verbessern.“

Vinxel soll von Erfahrungen profitieren

Heisterbacherrott war nicht nur Vorreiter für die Idee. Die Wagen, die vormittags dort stehen, wurden vom Bürgerverein angefragt und fahren dann mittags weiter nach Vinxel. Insgesamt vier Marktstände sind wöchentlich in Vinxel vertreten: Obst Beckhaus, der Fischwagen Bornschein, Bauernhof Seifen und der Blumenstand Volwerk. „Es war von der Organisation her die leichteste Form“, sagt Mechthild Meiling. Man habe sich bewusst gegen einen Brotstand entschieden, da es ja noch den dorfeigenen Bäcker gibt, so die Bürgervereins-Vorsitzende. „Wir wollen keine Konkurrenz.“

Dass es in Heisterbach so gut läuft und sie dort „sehr viel positive Resonanz“ erfahren, war auch ein Grund, nach Vinxel zu kommen, erklärt Obsthändler Michael Beckhaus, der den Job seit 30 Jahren macht. Wenn die Nachfrage auch nur annähernd so groß sei wie in Heisterbacherrott, sei er zufrieden. Der Platz jedenfalls ist super, findet Beckhaus und reicht der Kundin ihre Einkäufe an. „Die Neugierde bei den Kunden ist da“, sagt er dabei. „Wir probieren es hier einfach mal aus.“

Der Start scheint gelungen, am ersten Tag finden sich schon zahlreiche Interessierte auf dem Vünftzailplatz ein. „Ich finde das schon toll, hier gibt es ja sonst nix mehr“, findet auch Elke Bardtke, die gerade Obst und Gemüse kauft. „Man kann nur hoffen, dass das auch angenommen wird und es keine Eintagsfliege wird“, so die Vinxelerin weiter. Zumindest für ein halbes Jahr soll es den Markt zunächst geben, erklärt Susanne Berger. Für diesen Zeitraum können die Stände kostenlos auf dem Platz stehen, danach liegt es an der Stadt, wie es weitergeht, sagt sie. Berger wird mit dem Bürgerverein selbst einmal im Monat dort mit einem Stand vertreten sein. Danach werde man sehen, wie das Angebot angenommen wird. „Es ist auch ein Ausprobieren.“ Der Start jedenfalls war vielversprechend.