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Rettungswache Oberpleis: Bau liegt im Kosten- und Zeitplan

3,5 Millionen teures Projekt : Bau der Rettungswache in Oberpleis liegt im Zeitplan

Der Bau der neuen Rettungswache in Oberpleis kostet rund 3,5 Millionen Euro. Bis Ende Juni soll der Bau fertig sein. Die bisherige Rettungswache in Ittenbach und der provisorische Standort in Ruttscheid werden mit Inbetriebnahme der neuen Wache geschlossen.

Der Neubau der Rettungswache am Ortseingang von Oberpleis schreitet zügig voran. Wie die Stadt Königswinter mitteilt, soll die bauliche Fertigstellung wie geplant bis Ende Juni abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme könne dann im Anschluss termingerecht erfolgen – nach rund einjähriger Bauzeit. Rund 4000 Mal im Jahr werden die Rettungskräfte dann von dem neuen Standort am Tankstellenkreisel zu Einsätzen im Bergbereich von Bad Honnef und Königswinter ausrücken.

Da die Ausfahrt der Wache an den Kreisverkehr angeschlossen ist, wird dieser künftig im Alarmfall durch eine Rotlichtschaltung für die Rettungsfahrzeuge freigehalten. So soll gewährleistet werden, dass beim Ausrücken keine wertvolle Zeit verloren geht, die unter Umständen über Leben und Tod entscheiden könnte.

Die bisherige Rettungswache in Ittenbach und der provisorische Standort in Ruttscheid werden mit Inbetriebnahme der neuen Wache geschlossen. Das 3,5 Millionen teure Bauprojekt befindet sich im Zeit- sowie im Finanzplan. Die gesamten Bauaufträge mit Ausnahme der Außenanlagen, die sich zurzeit in der Vergabe befinden, seien im Rahmen der ermittelten Kostenberechnung vergeben worden, so die Stadt.

Neubau wurde im Januar 2020 beschlossen

Da sie Träger des Rettungsdienstes ist, müssen die Kosten zunächst aus ihrer Kasse bezahlt werden. Die Stadt geht allerdings davon aus, dass die Investition vom Kostenträger, den Krankenkassen, über die Gebühren weitgehend erstattet wird. Im Januar 2020 hatte der Königswinterer Stadtrat den Weg für den Neubau der Rettungswache frei gemacht.

Im März waren auf dem Gelände die Bagger angerollt und hatten die dort noch befindlichen Wohngebäude abgerissen. Seit der Grundsteinlegung im August 2020 hat sich auf dem 3900 Quadratmeter großen Areal neben dem städtischen Bauhof sichtbar viel getan: Der Rohbau wurde im Dezember fertiggestellt und auch die Fenster und Tore der Hallen sind bereits eingebaut.

Links im Bild ist die geplante „Rutsche“ der Feuerwache zu sehen. Foto: Frank Homann

Noch vor Weihnachten konnte auch mit den Ausbauarbeiten der technischen Gewerke begonnen werden. Ermöglicht wurde dies unter anderem durch den Einbau einer provisorischen Winterbaubeheizung. „Für Anfang Februar sind bei entsprechender Wetterlage die Arbeiten zur Herstellung der gedämmten Fassade mittels Klinkersteinen geplant“, so die Stadt.

20 Rettungskräfte sollen stationiert sein

Die Fahrzeughalle im eingeschossigen Teil des Gebäudes bietet Stellplätze für insgesamt fünf Fahrzeuge, außerdem gibt es eine Wasch- und Desinfektionshalle für die Rettungswagen. Im angegliederten zweigeschossigen Wachgebäude befinden sich insgesamt acht Ruheräume sowie weitere Sozial- und Schulungsräume für die Mitarbeiter.

Jeweils 20 Rettungskräfte werden im Regelbetrieb in Oberpleis stationiert sein, insgesamt zählt der städtische Rettungsdienst 70 Mitarbeiter. Da der Bergbereich stetig wächst, wurde bei dem Neubau auch sichergestellt, dass eine Erweiterung möglich ist.

Zukunftsweisend ist außerdem auch die Ausstattung der neuen Rettungswache in Oberpleis: Zur technischen Versorgung des Gebäudes dienen eine gasbetriebene Heizungsanlage mit Solarunterstützung, eine Lüftungsanlage inklusive hochwertiger Wärmerückgewinnung sowie eine Notstromersatzanlage.