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Schloss Drachenburg in Königswinter: Schlossleuchten 2020 beginnt am 17. Januar

Lichtspektakel mit Beethoven : Schloss Drachenburg wird in prächtige Farben getaucht

Der Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld illuminiert zum sechsten Mal Schloss Drachenburg. Seine Installationen tauchen das Gebäude und den Park bis zum 23. Februar in ein Farbenmeer.

Es ist wieder soweit: Auf Schloss Drachenburg gehen die Lichter an. Allerdings keine gewöhnlichen. Wenn Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld am Freitagabend den Schalter umlegt, wird das historische Gemäuer hoch über dem Rhein in einer Sinfonie der Farben erstrahlen.

Von der Magie des Lichts können sich Besucher an gleich sechs Wochenenden verzaubern lassen. „Wir starten dieses Jahr wieder eine Woche früher“, so Alexandra von dem Brinke, die auf Schloss Drachenburg für die Veranstaltungsplanung und -organisation zuständig ist. Gerechnet wird mit einem großen Besucherandrang: 2019 wollten 23.000 Menschen das Schlossleuchten sehen – eine Zahl, die in diesem Jahr durch das zusätzliche Wochenende sogar noch getoppt werden könnte.

Die sechste Auflage des Schlossleuchtens steht ganz im Zeichen des Beethoven-Jubiläums. „Sehr oft“ und „in ganz verschiedenen Varian­ten“ wird den Besuchern der große Komponist im Schloss begegnen, , wie der Künstler verrät, „wobei wir das Thema sehr weit gefasst haben“.

Seit vergangenem Freitag sind Flammersfeld und sein Team mit dem Aufbau beschäftigt, mehrere Kilometer Kabel müssen verlegt werden, Hunderte von Lampen und Lichtern angeschlossen und ein Dutzend Projektoren installiert werden. Nicht nur Bäume, Wege und Sträucher im Park sollen in zauberhaftem Licht erstrahlen, auch die Architektur des Schlosses wird durch die Beleuchtung erst so richtig zur Geltung kommen.

Eine riesige Videoprojektion als Eyecatcher

Details des Schlosses, die sonst im Schatten verborgen sind, treten ans Licht und zeigen sich den Blicken der Besucher. „Man steht davor und sieht ein ganz anderes Gebäude“, so von dem Brinke. Aber nicht nur außen leuchtet das Schloss, den größten Teil der Lichtkunst können Besucher in den Innenräumen erleben. „Auch ich bin immer wieder verblüfft, wie der Künstler die Räume in Szene setzt und verändert“, schwärmt von dem Brinke.

Ein besonderer Eyecatcher wird in diesem Jahr eine riesige Videoprojektion sein, die sich vom Eingangsportal über die seitliche Front des Schlosses erstreckt. Drei Container voller Material sind dafür auf das Schlossgelände geschafft worden, sechs Beamer müssen aufgebaut und miteinander vernetzt werden. Eine Herausforderung, auch für die Spezialisten: „Das ist schon extrem aufwendig“, so Flammersfeld. „Ich bin mir aber sicher, es wird sehr schön.“

Er rät allen Besuchern, ein Handy bereitzuhalten und am besten auch einen Kopfhörer mitzubringen, denn die Videoprojektion bietet zusätzlich zum optischen Genuss auch ein Klangerlebnis. Die Musik kann auf einer speziellen FM-Frequenz über das Handyradio angehört werden. „Wer kein Handy dabei hat, kann sich aber auch ein Mini-Radio ausleihen.“

Bestaunen kann man das Lichtermeer auch aus der Vogelperspektive: Sowohl der Nordturm als auch der Hauptturm sind für die Besucher geöffnet. Zudem können die Gäste mit ihren Eintrittskarten für das Schlossleuchten auch dem berühmten Steindrachen in der Drachenhöhle der Nibelungenhalle und seinen lebendigen Nachfahren im Reptilienzoo einen Besuch abstatten. Für den Weg vom Parkplatz am Lemmerzbad zum Schloss braucht auch in diesem Jahr niemand eine Taschenlampe: „Der Weg wird wieder beleuchtet sein“, verspricht von dem Brinke. In Kooperation mit dem Schwimmtreff werden Lampen installiert.