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Königswinter im Fußverkehrscheck: Sichere Fußwege für Oberpleis

Königswinter im Fußverkehrscheck : Sichere Fußwege für Oberpleis

Königswinter gewinnt den Fußverkehrscheck 2021 und will eine Hauptverkehrsader umgestalten. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst kam nach Oberpleis, um die Urkunde zu überreichen.

Hoher Besuch in Königswinter: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) war am Dienstag zu Gast im Rathaus in Oberpleis, um Bürgermeister Lutz Wagner die Siegesurkunde für den Fußverkehrscheck 2021 zu überreichen. Der Fußverkehrscheck ist ein Angebot des Zukunftsnetzes Mobilität NRW, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, in dem Königswinter seit Februar 2020 Mitglied ist. Zum dritten Mal hatte das Netzwerk den Wettbewerb ausgeschrieben, in dem sich Kreise, Städte und Gemeinden für einen vom Land geförderten Fußverkehrscheck bewerben können.

Verkehrsminister Wüst sagte bei seiner Rede im Rathaus Oberpleis: „Wir brauchen bessere, sichere und saubere Mobilität.“ Dazu gehöre auch der Fußverkehr: „Die Mobilitätswende fängt bei den kleinen Wegen an.“ Auch Wagner betonte: „Die Rolle des Fußverkehrs bei der Mobilitätswende wird oft vernachlässigt – dabei ist es das umweltfreundlichste Mittel zur Fortbewegung.“ Sichere und gut ausgebaute Fußwege seien außerdem der Lebensqualität in der Stadt zuträglich.

Insgesamt 41 Kommunen hatten sich landesweit beworben, zwölf erhielten den Zuschlag. Während des Bewerbungsverfahrens besichtigten Experten des Zukunftsnetzes Mobilität NRW mehrere von den Kommunen ausgewählte Routen. Den Ausschlag für die Wahl Königswinters, so Wüst, habe die besondere Situation in Oberpleis gegeben: Die zentrale Durchgangsstraße Dollendorfer Straße biete großes Entwicklungspotential. Die Stadt hatte diese Straße exemplarisch für eine Vielzahl ähnlicher Verkehrsräume im Stadtgebiet vorgeschlagen.

An der Dollendorfer Straße in Oberpleis treffen unter anderem die Gesamtschule Oberpleis, das Gymnasium am Oelberg, das Seniorenzentrum Sankt Konstantia, das Freizeitzentrum mit Freibad, der Busbahnhof und zahlreiche Geschäfte aufeinander oder werden darüber erschlossen. Dies sorge für ein hohes Verkerhsaufkommen und gleichzeitig für viel Fußgängerverkehr, führte Wagner aus.

Somit seien zwei Zielgruppen identifiziert worden, denen der Weg zu Fuß in diesem Bereich einfacher und angenehmer gestaltet werden solle: Schüler und Senioren. „Wir wollen die Belange der Fußgänger mehr in den Fokus rücken“, erklärte der Bürgermeister. Der Verkehrsminister ergänzte: „Auch kleine Maßnahmen im Stadtbild können den Unterschied machen und fordern gleichzeitig Hirnschmalz bei der Planung.“

Zwei Planungsbüros werden die Stadt Königswinter bei der Planung unterstützen und Handlungsempfehlungen geben. Dies wird rund 10 000 Euro kosten, eine Summe, die das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium übernimmt. Das Projekt in Königswinter soll noch in diesem Sommer starten, kündigte Katja Naefe vom Zukunftsnetz Mobilität NRW an. Wagner: „Wir freuen uns über die professionelle Unterstützung und sind gespannt auf die Vorschläge.“