„Geheimrat Oldenburg“ Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge pflanzt junge Apfelbäume alter Sorten

Oberdollendorf · Sie heißen Geheimrat Oldenburg, Zuccalmagliorenette, Riesenbolken oder Kaiser Wilhelm: Gemein haben die klangvollen Obstsorten, dass sie keine schicken Neuschöpfung sind, sondern vom alten Typus. Im Siebengebirge werden diese Sorten jetzt gepflanzt.

Alte Obstsorten wie Geheimrat Oldenburg, Rheinischer Bohnapfel, Luxemburger Renette, Riesenbolken, Kaiser Wilhelm oder Gelber Edelapfel bringen die Mitglieder der Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge oberhalb von Oberdollendorf in die Erde.

Alte Obstsorten wie Geheimrat Oldenburg, Rheinischer Bohnapfel, Luxemburger Renette, Riesenbolken, Kaiser Wilhelm oder Gelber Edelapfel bringen die Mitglieder der Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge oberhalb von Oberdollendorf in die Erde.

Foto: Chris Harraß

Rund 30 Mitglieder der Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge (BNS) kamen jetzt am Schnitzenbusch oberhalb von Oberdollendorf zur ersten großen Pflanzaktion in diesem Jahr zusammen. Da auch Streuobstwiesen eine Verjüngung brauchen, pflanzt die Initiative regelmäßig junge Apfelbäume alter Sorten auf ihre Flächen im Siebengebirge.

Dank einer Förderung des Landes NRW aus dem Topf „2000 mal 1000 Euro für das Engagement“ konnten im ersten Schritt zehn Apfelbäume mitsamt dem erforderlichen Rüstmaterial gegen Verbiss und Wetter angeschafft werden. Nach einer Einweisung durch den Vereinsvorsitzenden Ignaz Schmitz setzten die ehrenamtlichen Helfer die jungen Bäume in die zuvor mithilfe eines Kleinbaggers ausgehobenen Pflanzlöcher.

Außerdem wurden Drahtkäfige gegen Wühlmäuse installiert und das Wurzelwerk der Pflanzlinge fachgerecht eingekürzt. Auch die zarten Kronen bekamen einen passenden Schnitt verpasst, um das Wachstum der Bäume anzuregen.

Alte Obstsorten bevorzugt die Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge

Die neuen alten Sorten hatten dabei so klangvolle Namen wie Geheimrat Oldenburg, Rheinischer Bohnapfel, Luxemburger Renette, Zuccalmagliorenette, Gravensteiner, Graue Herbstrenette, Jakob Fischer, Riesenbolken, Kaiser Wilhelm und Gelber Edelapfel. Jeder Baum wurde in einen drahtumschlossenen Käfig gepackt und die dafür erforderlichen Pfähle mittels Pfahlramme in Gemeinschaftsarbeit eingetrieben. Ein Bett aus Anzuchterde und eine Gabe organischen Düngers schafften eine gute Lebensgrundlage für die jungen Bäume.

Die Bürgerinitiative freute sich besonders über die Teilnahme von mehreren Jugendlichen, die sich engagiert an der Arbeit beteiligten. Für die Schüler des CJD Königswinter wird es dafür mit dem „Heldenpass“ des Forum Ehrenamt später eine besondere Anerkennung geben. Einige erwachsene Interessenten wollen ebenfalls demnächst Mitglieder werden.

Beim obligatorischen Mittagseintopf nach der Pflanzung gab es wie immer jede Menge Gesprächsstoff. Am frühen Nachmittag war die Arbeit geschafft, die neuen Apfelbäume präsentierten sich sauber eingepflanzt. Über weitere Termine informiert die Bürgerinitiative auf ihrer Internetseite unter www.naturschutz-siebengebirge.de.

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