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Siebengebirge: Viele Besucher - Ordnungsamt verstärkt Kontrollen

Ordnungsamt verstärkt Kontrollen : Frühlingswetter lockt wieder viele Besucher ins Siebengebirge

Das perfekte Ausflugswetter lockte auch an diesem Wochenende viele Besucher ins Siebengebirge, die Parkplätze an den Hotspots waren voll. Das Ordnungsamt verstärkte die Kontrollen.

Sonnenschein, blauer Himmel, die Temperaturen angenehm: Die Parkplätze an den Hotspots des Siebengebirges waren auch an diesem Wochenende wieder rappelvoll. Auf der Margarethenhöhe war alles dicht.

Am Kloster Heisterbach wichen Besucher mit ihren Wagen auf den Seitenstreifen der Landstraße 268 aus, als der Kloster-Parkplatz bereits komplett belegt war. An der Straße herrschte freilich „Knöllchengefahrenstufe rot“: Hier wurden in der Vergangenheit auch schon mal Autos abgeschleppt.

Parksünder und Einhaltung der Corona-Regeln

Das Augenmerk des Königswinterer Ordnungsamtes, das wegen des angekündigten guten Wetters verstärkt im Einsatz war, lag neben der Kontrolle von Parksündern auch auf der Einhaltung der Corona-Regeln. Wer etwa auf dem Drachenfelsplateau ohne Maske unterwegs war oder den Abstand nicht einhielt, riskierte eine Strafe.

„Die meisten Ausflügler, 99,9 Prozent, die wir ohne Maske antreffen, haben es vergessen und sind einsichtig. Unsere Strategie ist, mündlich auf sie einzuwirken“, so Dezernentin Heike Jüngling, „wir können das Bedürfnis, in die Natur rauszugehen, doch verstehen.“

Route nach Heisterbach und zum Petersberg

Annabell aus Leverkusen und Jule aus Köln meinten: „Wir haben Glück gehabt.“ Als sie mit Hund Emmi am Kloster Heisterbach ankamen, wurde gerade ein Parkplatz frei. „Wir möchten mal andere Bäume sehen als die zu Hause“, begründete Jule den Ausflug ins Siebengebirge.

„Durch Corona sind wir eingeschränkt, es gibt doch wenig andere Möglichkeiten, sich zu bewegen“, meinte Jens, der mit seiner Frau Ulrike aus Köln angereist war. Die ganze Woche über sind sie im Homeoffice. „Durch Corona haben wir das Wandern für uns entdeckt. Wir fangen gerade an, das Siebengebirge zu erkunden.“ Freunde hatten ihnen zur Route Heisterbach und Petersberg geraten. Die beiden Kölner freuten sich über das To-go-Angebot am Einkehrhaus. Ulrike: „Es war einfach schön, unterwegs einige Minuten stehenzubleiben und die Sonne zu genießen.“

Verweilverbot in Düsseldorf

Ein Düsseldorfer Pärchen nutzte ein Mäuerchen als Sonnenbank. „Zu Hause haben wir Verweilverbot. Es reicht wirklich. Die Politiker versagen komplett. Dieser ewige Lockdown geht an die Nerven.“ Deshalb waren sie ins Siebengebirge „abgehauen“. Hier hatten sie lediglich Stress bei der Parkplatzsuche. „Auf der Margarethenhöhe haben wir mit Glück eine Lücke ergattert.“

Tiemo und Patricia Hoffstadt aus dem Bergischen Land waren früh am Morgen aufgebrochen, „um den Massen aus dem Weg zu gehen“. Nach dem Blick auf die Chorruine von Heisterbach waren Petersberg und Oelberg ihre Ziele. Als sie zufrieden davonfuhren, freuten sich Neuankömmlinge über den freien Parkplatz.