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Siebengebirge: Wanderweg am Burghof fällt weg

Kleinod im Siebengebirge : Wanderweg am Burghof in Richtung Drachenfels fällt weg

Die Landesregierung hat die Renaturierung in Auftrag gegeben. Die Arbeiten am Burghof sollen im Frühsommer beginnen.

Der Rückbau des Wanderweges vom Burghof in Richtung Drachenfels hat begonnen. Die Bezirksregierung, die für das dem Land Nordrhein-Westfalen gehörende Gelände zuständig ist, hat die Arbeiten zur Renaturierung in Auftrag gegeben. Über den Weg, über den man bisher vom Burghof steil ansteigend zum Kutschenweg gelangte, führte vorübergehend auch der Rheinsteig, als der Eselsweg nach einem Felssturz gesperrt war.

 „Der Pfad wird zurückgeführt und der Hang renaturiert“, sagt Burghof-Eigentümer Bernd Siebdrat über die Maßnahme der Kölner Bezirksregierung in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Rhein-Sieg-Kreis. Es solle dort eine Streuobstwiese entstehen wie bereits vor Jahren auf der Wiese unterhalb des Burghofs.

Siebdrat hofft, im Frühsommer auch mit den Sanierungsarbeiten am Burghof beginnen zu können. In zwei bis drei Jahren soll aus dem Gemäuer ein Landhaus mit Café und Jausenstation werden. Der Eigentümer hat sich dafür den Namen „Burghof – die Siebengebirgsalm“ gesichert. Den ersten Bauantrag hat er im Juni 2020 bei der Stadt Königswinter gestellt.

Geplant sind zwei Bauabschnitte, wobei mit der Wiederherstellung des ehemaligen Schweizer Landhauses begonnen werden soll. Hier sollen neben dem Café und der Jausenstation in den beiden oberen Etagen fünf oder sechs 60 bis 80 Quadratmeter große Ferienwohnungen entstehen, die einen separaten Zugang an der Bergseite erhalten sollen. Siebdrat rechnet für diese erste Bauphase mit rund zwölf Monaten. In der zweiten Bauphase ist in der benachbarten Remise eine Wanderherberge mit 16 Zimmern geplant – ausschließlich für Wanderer, die mit der Drachenfelsbahn oder zu Fuß kommen. Siebdrat hofft auch wegen des wiederholten Vandalismus auf einen schnellen Baubeginn. Erst in der vergangenen Woche hat er deshalb Strafanzeige bei der Polizei gestellt. 

Auf dem Grundstück des Burghofs, zu dem etwa 2500 Quadratmeter Land gehören, sollen in Zukunft auch ein paar Schafe und Hühner zu finden sein. Der alte Schafstall unter der Terrasse soll dazu wieder in Gebrauch genommen werden, berichtet der Eigentümer. Damit die Siebengebirgsalm ihren Namen auch zu Recht trägt.

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