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Sperrung der Dollendorfer Straße in Heisterbacherrott

Sperrung der Dollendorfer Straße in Heisterbacherrott : Anwohner ärgern sich über den Schleichverkehr

Noch etwa drei Wochen soll der Umbau der Haltestelle in Heisterbacherrott in Höhe von Haus Schlesien dauern - inklusive einer Vollsperrung der Dollendorfer Straße, einer Hauptverbindungsroute zwischen Berg und Tal auf dem Stadtgebiet von Königswinter. Die Anwohner sprechen von einem Verkehrschaos.

Seit rund einer Woche werden die Nerven von Anwohnern und Autofahrern in Heisterbacherrott auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Am vergangenen Montag hat der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle gegenüber von Haus Schlesien begonnen. In Höhe des Parkplatzes ist die Dollendorfer Straße für die Dauer der Bauarbeiten – voraussichtlich noch drei Wochen – voll gesperrt. Damit entfällt eine der wichtigsten Verbindungsachsen für den Pkw- und Lkw-Verkehr zwischen der Bergregion Königswinters und dem Tal. Die Stadt hat weiträumige Umleitungen über Vinxel, Stieldorf, Oelinghoven, Sonderbusch und Thomasberg ausgeschildert. Doch die scheinen bislang nicht alle Verkehrsteilnehmer zur Kenntnis genommen zu haben.

Von einem „Verkehrschaos“ und einem „verkehrstechnischen Desaster“ nach den ersten Tagen sprechen einige Anwohner in Heisterbacherrott. Sie kritisieren unter anderem den Schleichverkehr durch die schmalen, zum Teil verkehrsberuhigten Straßen im Ort, der sich etwa ohne Rücksicht auf die dort geltende Schrittgeschwindigkeit einen Weg in Richtung Rheintal suche.

Theo Krämer, Technischer Dezernent der Stadt Königswinter, sind die Probleme bekannt. Er betont jedoch: „Der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle ist gesetzlich vorgeschrieben und alternativlos.“ Stadt und Verkehrsplaner hätten bei den Vorbereitungen intensiv überlegt, wie eine Vollsperrung der Dollendorfer Straße vermieden werden könnte. „Aber es ging nicht anders: Der Parkplatz wird genutzt und für eine einspurige Verkehrsführung an der Baustelle vorbei reicht die Straßenbreite nicht aus.“ Hinzu komme, dass die Stadt bei dieser Gelegenheit weitere Sanierungsarbeiten erledige. So müssten Schäden an der Fahrbahn ausgebessert werden, nachdem im April 2018 in Höhe der Haltestelle ein Bus ausgebrannt war. Außerdem seien Arbeiten am Entwässerungssystem erforderlich sowie die Entschärfung einer Gefahrenstelle vor der Apotheke durch abbiegenden Busverkehr. „Wir erledigen das jetzt alles zusammen, um die Dollendorfer Straße nicht mehrfach sperren zu müssen.“

Nerven der Anwohner werden strapaziert

Ihm sei bewusst, dass durch die Bauarbeiten Geduld und Nerven der Anwohner strapaziert würden. Die Erfahrung in der Vergangenheit habe jedoch gezeigt, dass sich die Verkehrssituation nach den ersten Tagen zumeist normalisiere. „Es gibt aber leider immer Zeitgenossen, die meinen, sie könnten sich über alle Regeln hinwegsetzen und mit 50 Stundenkilometern durch die Zone 30 rauschen.“ Die Ordnungskräfte beobachteten die Lage vor Ort sehr genau. „Wir haben alle verfügbaren Messgeräte installiert und stehen in engem Kontakt mit der Polizei“, so Krämer. In Sachen Zeitplan für die Bauarbeiten ist der Technische Dezernent optimistisch: „Es sieht so aus, dass wir mit den eingeplanten vier Wochen hinkommen.“