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Berufsfindung an der CJD-Realschule Königswinter: Spielerisch die Berufe am Bau kennenlernen

Berufsfindung an der CJD-Realschule Königswinter : Spielerisch die Berufe am Bau kennenlernen

Der Bus der Bauindustrie NRW machte Station an der CJD-Realschule Königswinter, um den Schülern die verschiedenen Berufe vorzustellen.

Fassadenmonteur, Spezialtiefbauer oder doch lieber Bauwerksmechaniker? Vielleicht war ja am Freitag im BauBus für den ein oder anderen Schüler der Traumjob dabei. Achtklässler der CJD-Realschule in Königswinter konnten sich in dem multimedial, umgebauten Linienbus der Bauindustrie NRW ein Bild von den Berufen im Bau machen. Der Bus ist seit Anfang des Jahres im Rahmen der Nachwuchskampagne „Bau - Dein Ding“ zur Berufsorientierung in ganz NRW unterwegs.

Die Schüler konnten in einem Simulator virtuell einen Baukran hochklettern, mussten daneben aber auch ihr handwerkliches Geschick bei den insgesamt zehn Stationen beweisen. Zu zweit steuerten sie einen Bagger, um kleine Holzklötze übereinander zu stapeln. „Ganz witzig“ fand Nicolas, um dann jedoch schnell anzufügen: „Aber viel zu kompliziert.“ In weiteren Stationen konnten Werkzeuge ertastet, Gewichte geschätzt oder auch Aufgaben an einer Hydraulik bewältigt werden.

Mit dem Bus sollen die Schüler einen Einblick in die verschiedenen Bau-Berufe erhalten, erklärt Marie-Therese Kuhlmann. Sie ist Berufswahlkoordinatorin der Schule und hat über die Bauindustrie den Bus dorthin geholt. Im Technikunterricht nehmen die Achtklässler Bautechnik durch, so werde nun das Theoretische mit dem Praktischen verknüpft. „Die Schüler nehmen das ganz gut auf“, freut sich Kuhlmann. So lernen die Realschüler auch, „wie schwierig es ist“, beispielsweise nur mit einem Zollstock und ohne Taschenrechner Flächen auszurechnen. In Gruppen beantworteten sie ein Quiz, das später im Unterricht ausgewertet werden soll.

„Es geht um Aufklärung“, findet Sylvia Heinrich vom Bauindustrieverband NRW e.V.. Die Lkw-Mechanikerin informiert die Schüler in kurzen Vorträgen über die Ausbildungsmöglichkeiten. Es „macht Spaß mit den Schülern“, freut sie sich. Die wiederum staunten auch über das Gefährt. Es ist „sehr interessant zu sehen, wie der Bus umgebaut wurde“, fand Emilia. Auch Nicolas musste trotz der Schwierigkeiten mit dem Bagger eingestehen, dass die eineinhalbstündige Alternative zum Unterricht im Klassenraum „eigentlich schon Spaß macht.“ Doch für ihn steht fest: „Ich werde kein Baggerfahrer.“