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GA-Leser bei einer Wasser-Sommelière: Sprudelwasser regt die Geschmacksnerven an

GA-Leser bei einer Wasser-Sommelière : Sprudelwasser regt die Geschmacksnerven an

Still aus dem Hahn, oder spritzig aus der Flasche? Über Wasser lässt sich viel diskutieren. Zehn GA-Leser haben im „Alten Zoll“ in Oberpleis an einer Wasserverkostung teilgenommen und sind gemeinsam mit der Fachfrau in die Wasserwelt eingetaucht.

Es ist eine Frage des Geschmacks: Manche lieben es still, andere trinken es ausschließlich „spritzig“. Auch bei der Herkunft scheiden sich die Gemüter: Die einen drehen einfach den Hahn auf, den anderen kommt nichts anderes ins Glas als das gute Mineralwasser aus der Flasche. Wasser ist eben nicht gleich Wasser – davon überzeugten sich zehn Leser des General-Anzeigers am Montagnachmittag bei einer Wasserverkostung im Restaurant „Alter Zoll“ in Oberpleis. Im Rahmen der GA-Sommerserie tauchten sie gemeinsam mit einer absoluten Fachfrau in die Wasserwelt ein: Restaurant-Inhaberin Soledad Sichert ist vor einigen Jahren ihrer „Liebe auf den ersten Tropfen“ gefolgt und hat das Examen zur Wasser-Sommelière abgelegt.

Wasser vom heiligen Berg Japans

Rund 400 Wasserflaschen aus aller Welt stehen in den Regalen im „Alten Zoll“, darunter Kostbarkeiten wie „Fillico“, Wasser vom heiligen Berg Japans, das mit einem Preis von mehr als 300 Euro pro Flasche zu den Champagnern unter den Mineralwässern zählt. Ein solch edler Tropfen kommt in einer entsprechend edlen Flasche: mit Goldkrönchen, Engelsflügeln und Glitzersteinchen aus Kristall. Der Deckel wurde nicht aufgeschraubt, Sichert kredenzte ihren Gästen lieber H2O heimischer Herkunft: „Wir haben viele tolle, charaktervolle Wässer in Deutschland und auch in der Region.“

Geschmackspapillen werden angeregt

Doch ganz gleich, ob Mineralwasser aus der Eifel, von der Ahr oder aus dem Taunus: Der Geschmack ist nicht nur von den Inhaltsstoffen abhängig, sondern auch vom Glas, aus dem man trinkt. „Je nachdem, ob der Rand nach innen oder außen gewölbt ist, berührt das Wasser die Zunge an einer anderen Stelle, entsprechend werden auch andere Geschmackspapillen angeregt“, erläuterte Sichert. Einigkeit herrschte, dass es sich bei der ersten Kostprobe eher um ein „stilles Wasser“ handelte. „Aber ein bisschen natürliche Kohlensäure ist  drin“, war sich eine Teilnehmerin sicher. Sie hatte recht, denn auch ein Wasser der Sorte „naturell“ oder „still“ darf eine gewisse Menge an Kohlensäure enthalten, wie Sichert erklärte. Und diese Kohlensäure hat nach Ansicht der Expertin ihre Vorzüge: „Sie regt die Papillen an.“ Geschmacksunterschiede können anschließend noch besser wahrgenommen werden. Ein Fläschchen „Kribbelwasser“ sollte daher am Anfang jeder Verkostung stehen.