"Giveboxes" : Stadt sucht Träger

Nicht so einfach stellt sich die Aufgabe der Verwaltung dar, einen Träger und einen Standort für die Aufstellung einer oder mehrerer "Giveboxes" zu finden. Diesen Prüfauftrag der FDP-Fraktion hatte der Sozialausschuss im Juli beschlossen.

"Giveboxes" sind Geschenkebuden in der Größe einer Telefonzelle, in denen gut erhaltene Kleidung, Bücher, Elektrogeräte oder Haushaltswaren abgelegt und von anderen Menschen entnommen werden können. Die Idee kommt aus Berlin. Bundesweit gibt es 54 "Giveboxes", in NRW 22.

Obwohl die Verwaltung bei ihrer Recherche feststellte, dass die Idee bei allen potenziellen Trägern oder Initiativen, die sie ansprach, auf positive Resonanz stieß, gab es bisher nur Körbe. Die katholischen Pfarrgemeinden Königswinter-Tal und Königswinter Am Oelberg sagten ebenso ab wie die evangelischen Pfarrämter in Königswinter, Oberpleis und Stieldorf, das Forum Ehrenamt und das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises An Rhein und Sieg. Die Antworten weiterer Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbände stehen noch aus.

Auch eine städtische Fläche für die "Giveboxes" ist nur schwer zu finden. Das aus Sicht der Verwaltung sich anbietende Grundstück Küferweg 5, das von der Königswinterer Tafel genutzt wird, wird vom Awo-Kreisverband Bonn/ Rhein-Sieg als Träger der Tafel eher kritisch gesehen.