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Sportplätze in Königswinter: Stadt verhandelt mit dem TuS Eudenbach

Sportplätze in Königswinter : Stadt verhandelt mit dem TuS Eudenbach

Der Sportausschuss hat die Verwaltung beauftragt, weitere Verhandlungen mit dem TuS Eudenbach über die Umwandlung des vorhandenen Tennenplatzes in einen Naturrasenplatz zu führen. Sämtliche Pflegearbeiten soll der Verein übernehmen.

Ob er den Platz kauft oder in Erbpacht übernimmt, ist noch offen. Die Eudenbacher hatten die Stadt im November 2014 in einem Bürgerantrag um einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 75.000 Euro gebeten. Der TuS geht von Gesamtbaukosten bei der Umwandlung in einen Naturrasen von rund 150.000 Euro aus.

Außerdem hatte der Verein angeboten, die Sportplatzfläche einschließlich Flutlichtanlage mit Unterhaltungspflicht durch Kauf zu übernehmen und die jetzigen Tennisplätze in einen Bolzplatz umzuwandeln, der für den Schul- und Freizeitsport zur Verfügung steht.

Dies könnte durchaus im Interesse der Stadt sein, wie die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage festgestellt hatte. Derzeit liegen die jährlichen Unterhaltungskosten für den Tennenplatz bei rund 7.700 Euro, von denen rund 900 Euro für Strom vom Verein erstattet werden. Für die Bewirtschaftung der Sportanlage erhält der Verein einen jährlichen Zuschuss von 3.350 Euro.

Somit würden städtische Ausgaben in Höhe von 10.350 Euro bei Übernahme der Anlage durch den TuS entfallen. Vertagt hat der Ausschuss die Entscheidung über den Belag des Multifunktionsplatzes in Ittenbach. Bis zur nächsten Sitzung im Juni soll die Verwaltung die Kosten für einen Kunststoffbelag wie auf dem vergleichbaren Platz in Heisterbacherrott ermitteln. Beim ursprünglich vorgesehenen „Syntex-ground“-Belag, der zu 96 Prozent aus Quarzsand und zu vier Prozent aus Textilvlies besteht, hatte die Kreisverwaltung zu bedenken gegeben, dass es bei mehrfacher Verwendung des Wassers zur Bewässerung des Platzes zu einer Anreicherung mit Schadstoffen kommen könnte, die eine Einleitung in den Siefen nicht zulasse.

Auf Anfrage hatte der Hersteller der Stadt ein Gutachten zu einem vergleichbaren Belag vorgelegt. Danach wurden die Grenzwerte für Zink und Arsen bei einzelnen Teilproben überschritten. Der von der Verwaltung alternativ vorgeschlagene preiswertere Tennenbelag stieß bei einigen Ausschussmitgliedern ebenfalls nicht auf Begeisterung.

„Das wäre die schlechteste Lösung“, meinte Andreas Danne (Linke). Da man sich ja bereits vier Jahre mit dem Sportplatzkonzept beschäftige, komme es auf drei Monate nun auch nicht mehr an. Diese Meinung war durchaus mehrheitsfähig. Jetzt sollen die sicherlich höheren Kosten für den von Lutz Wagner (Köwis) ins Gespräch gebrachten Rekortan-Belag ermittelt werden.