Vierter Beteiligter nach Geldautomatensprengung in Stieldorf verurteilt Staatsanwaltschaft: Ein „nützlicher Idiot“ für die Hinterleute

Königswinter/Bonn · Im Fall einer versuchten Sprengung eines Geldautomaten in Königswinter-Stieldorf wurde nun ein vierter Beteiligter wegen Beihilfe verurteilt. Hinter der Tat steckte ein marokkanisch-niederländisches Netzwerk. Warum der 35-Jährige nur eine Bewährungsstrafe erhielt.

Eine Vernebelunganlage an der Sparkassenfiliale in Königswinter-Stieldorf verhinderte, dass die Täter tatsächlich Beute machen konnten.

Eine Vernebelunganlage an der Sparkassenfiliale in Königswinter-Stieldorf verhinderte, dass die Täter tatsächlich Beute machen konnten.

Foto: Ralf Klodt

Beim zweiten Anlauf ging es dann relativ zügig: Nach nur einem Verhandlungstag wurde am Mittwochnachmittag ein 35-jähriger Niederländer vor der 3. Großen Strafkammer am Bonner Landgericht wegen Beihilfe zum vorsätzlichen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in zwei Fällen zu einer Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren verurteilt. Einem ersten Verfahren im vergangenen August war der Angeklagte noch unentschuldigt ferngeblieben. In dem Prozess geht es um die Sprengung eines Geldautomaten der Kreissparkasse Köln an der Oelinghovener Straße 18 in Königswinter-Stieldorf. Die drei Haupttäter waren bereits im Frühjahr 2023 wegen ihrer Beteiligung an der Sprengung in Stieldorf sowie wegen zwei weiterer Anschläge auf Geldautomaten verurteilt worden. Sie verbüßen derzeit Haftstrafen zwischen zweieinhalb und viereinhalb Jahren.