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Verkehrssituation in Stieldorf: Stieldorfer wollen Schulweg sicherer machen

Verkehrssituation in Stieldorf : Stieldorfer wollen Schulweg sicherer machen

Die Anwohner fordern deutliche Geschwindigkeitsreduzierung im Ort. Der Bürgerantrag ist am Mittwoch Thema im Ausschuss.

„Ungeheure Gefahrenstellen“ weist der Schulweg entlang der Rauschendorfer Straße und der Straße „An der Passionshalle“ aus Sicht vieler Stieldorfer auf. Die Unübersichtlichkeit mehrerer Straßenkreuzungen stelle große Gefahren für die Schulkinder dar. In einem Bürgerantrag, den 108 Menschen unterschrieben haben und der heute im Haupt-, Personal- und Finanzausschuss auf der Tagesordnung steht, werden verkehrsberuhigende Maßnahmen gefordert.

Antragstellerin Diana Feierabend weist darauf hin, dass viele Schüler – insbesondere auch Erstklässler – der Grundschule am Lauterbach alleine zu Fuß oder mit ihren Eltern den Schulweg von Rauschendorf nach Stieldorf gehen. „Uns als Eltern ist sehr daran gelegen, die beschriebenen Bereiche für den Fußverkehr und vor allem für Kinder sicherer zu gestalten“, schreibt sie in dem Bürgerantrag.

Auf der Rauschendorfer Straße gelte eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern, die überwiegend von Kraftfahrzeugen nicht eingehalten werde. An der Kreuzung Rauschendorfer Straße/Friedhofsweg betrage die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit 50. Dieser Bereich sei für Fußgänger und vor allem für Kinder schlecht einsehbar. Es fehle ein gesicherter Querungsbereich für Fußgänger, obwohl hier ein großer Teil des Berufsverkehrs, Lastkraftwagen und Busse fahren würden.

Auch im Kreuzungsbereich Rauschendorfer Straße/An der Passionshalle/An der Klus käme es regelmäßig zu massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen. Der Begegnungsverkehr von Bussen und Lastwagen müsse über den Bürgersteig ausweichen. Eine Geschwindigkeitsreduzierung von 50 auf 30 Stundenkilometer und eine Rechts-/Links-Regelung wären hier wünschenswert.

Erst vor zwei Wochen war die Verkehrssituation an der genannten Kreuzung Thema im Planungs- und Umweltausschuss. Das Gremium beschloss, den Bereich auf der Rauschendorfer Straße, in dem nur Tempo 30 gefahren werden darf, zu erweitern. Die Verwaltung hatte zudem einen sogenannten „Speed Breaker“ auf der Straße „An der Passionshalle“ vorgeschlagen. Die Politik nahm davon Abstand, weil eine frühere Antragstellerin nach Angaben der Verwaltung Sorgen wegen des Lärms geäußert habe.

Gerda Heiser, die ihren Bürgerantrag bereits vor zwei Jahren gestellt hatte, räumte im Gespräch mit dem General-Anzeiger zwar ein, die Lärmbelästigung bisher nicht einschätzen zu können. „Ich würde mir aber wünschen, dass die Verwaltung alle Anwohner über die möglichen Maßnahmen informiert.“ Am Problem habe sich nämlich nichts geändert. „Wir fühlen uns und unsere Kinder weiterhin durch viel zu schnell fahrende Fahrzeuge bedroht.“