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Grenzenlos an neuem Standort: Umzug und Neueröffnung der Begegnungsstätte in Königswinter

Grenzenlos an neuem Standort : Umzug und Neueröffnung der Begegnungsstätte in Königswinter

Die Begegnungsstätte Königswinter ist nun im Eckhaus Wilhelmstraße/Bahnhofstraße zu finden – mit breitem Angebot zum Thema Integration.

Am Eingang hängt eine Übersicht mit den aktuellen Terminen – von Deutsch für Frauen bis zum Ferienprogramm mit Besuchen im Schwimmbad, im Museum Koenig in Bonn und im Römisch-Germanischen Museum in Köln. Dies alles gehört zum Angebot der Begegnungsstätte „Grenzenlos“, die jetzt an ihrem neuen Platz – in einem ehemaligen, geräumigen Ladenlokal an der Wilhelmstraße 45 in der Altstadt – wiedereröffnet worden ist. Neben Ehrenamtlern und Nutzern waren auch Bürgermeister Lutz Wagner, Dezernentin Heike Jüngling, die Servicebereichsleiterin Soziale Einrichtungen und Ehrenamt, Yvonne Gozdzik, sowie Sabine Bembenek vom Servicebereich Asyl gekommen.

Wagner erinnerte bei der kleinen Feier an das Jahr 2015, als das erhöhte Flüchtlingsaufkommen die Stadtverwaltung vor eine Herkulesaufgabe gestellt habe, um den Neuankömmlingen eine menschenwürdige Unterbringung zu schaffen. Große Unterstützung habe es von Beginn an durch Ehrenamtler gegeben. Der Phase der Ersthilfe sei dann als „zentrale Aufgabe für unsere Stadtgesellschaft die Integration“ gefolgt. „Der Betrieb der Begegnungsstätte ‘Grenzenlos‘ mit ihren vielfältigen Angeboten dient diesem Anliegen und fördert die soziale Integration von Flüchtlingen und Migranten“, so Wagner.

 Vom 1. April 2017 an wurde die erste Begegnungsstätte „Grenzenlos“ im Haus Hindenburg in der Fußgängerzone der Altstadt betrieben. „Mit großem Erfolg und einem breiten Programm“, wie der Bürgermeister weiter ausführte. Aufgrund von Umbauarbeiten standen der Stadt diese Räume aber nicht länger zur Verfügung. Die Suche nach einem neuen Domizil setzte ein, und schnell wurde Sabine Bembenek fündig. In dem einstigen Ladenlokal im Eckhaus Wilhelmstraße/Bahnhofstraße kann die Arbeit nun fortgesetzt werden. „Die neuen Räumlichkeiten sind größer, heller und durch zwei separate Räume gut für die Nutzung als Internationale Begegnungsstätte geeignet, hob Wagner hervor. „Es gibt auch ein eigenes Büro.“ An die Akteure gerichtet, fügte er hinzu: „Hier ist ein breites Angebot möglich. Die Integration bleibt ein großes Thema. Alles Gute mit den neuen Räumen, macht weiter so mit eurer tollen Arbeit.“

„30 bis 35 ehrenamtliche Helfer haben etwas für unser Programm anzubieten. Und wir passen es dem Bedarf an“, beschrieb Sabine Bembenek ihre Tätigkeit. Viele der Helfer seien schon „von Anfang an dabei“, hätten in den vergangenen zwei Wochen vor Ort alles gesaugt und geputzt. Und an alle Ehrenamtler gerichtet, betonte sie: „Ohne euch wären wir in Königswinter nicht so weit mit der Integration.“

 Klaus Fömpe überbrachte im Namen der katholischen Kirche Königswinter und den beiden Lotsenpunkten die Segenswünsche für das neue Domizil und überreichte ein Bild, dass ausdrücken solle, „wie hier gearbeitet wird“. Gemalt worden ist es von Helga Bogdanski. Sie hat dafür zwei ineinandergreifende Hände mit Herz als Motiv gewählt: getreu dem Motto „alles mit Herzblut machen“.