1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Königswinter

Schäden an Hütte und Reben: Vandalismus an Hütte in Oberdollendorf

Schäden an Hütte und Reben : Vandalismus an Hütte in Oberdollendorf

Unbekannte Täter haben eine Schutzhütte in den Oberdollendorfer Weinbergen beschädigt. Auch an den Reben machten sie sich zu schaffen.

Unbekannte Täter haben in den Oberdollendorfer Weinbergen für erheblichen Sachschaden gesorgt. Wie die Bonner Polizei bestätigte, machten sich die Unbekannten bereits in der Nacht von Karnevalssamstag auf Karnevalssonntag sowohl an den Reben als auch an der Schutzhütte „Rheinblick“ auf der Hülle zu schaffen.

Ursula Adrian, die Tochter von Winzer Josef Blöser, brachte die Schäden zur Anzeige. Sie informierte auch Peter Kummerhoff, den Vorsitzenden des Heimatvereins Oberdollendorf und Römlinghoven, über die Schäden an der Schutzhütte „Rheinblick“. Der Verein hatte die Hütte erst vor drei Jahren auf eigene Kosten saniert. Die Hütte war im Jahr 1975 errichtet und damals vom Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) finanziert worden. In der Hütte wurde eine Bank aus dem Boden gerissen und an einer davor gelegenen Feuerstelle angezündet. Außerdem wurde eine Vorderwand zerstört. Ein Hinweisschild und Mülleimer wurden ebenfalls beschädigt. Unweit der Hütte am Rheinsteig wurde zudem ein einbetoniertes Hinweisschild auf das Naturschutzgebiet aus dem Boden gerissen.

Im Weinberg machten sich die unbekannten Täter auch an den Reben zu schaffen. Laut Winzer Josef Blöser brachen sie 15 Pfähle ab, mit denen sie anschließend offensichtlich Weitwurfübungen machten.

Am Wirtschaftsweg durch die Lage Laurentiusberg zwischen Hülle und dem großen Kreuz, das Blöser vor 31 Jahren zu seinem 50. Geburtstag gestiftet hatte, wurden ebenfalls einbetonierte Schilder mit Informationen über das Weingut und den Weinwanderweg aus dem Boden gerissen. „Zum Glück sind wenigstens die neuen Informationssteine des Rhein-Sieg-Kreises nicht beschädigt worden“, sagte Blöser. Am Kreuz selber wurde ein Blumenkübel umgeworfen und ein großer Bodenrost ausgehoben, der eine etwa ein mal ein Meter große Grube abdeckt. „Das ist äußerst gefährlich. Nicht auszudenken, wenn ein Hundespaziergänger am Abend oder in der Nacht bei Dunkelheit dort hineinfällt“, meinte Ursula Adrian. Eine Woche vor Karneval sei das Gitter schon einmal entfernt worden.

Peter Kummerhoff appellierte an die Bevölkerung, wachsam zu sein und mögliche Beobachtungen weiterzugeben. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Bonner Polizei unter (0228) 150 zu melden.