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Versammlungsstätten in Königswinter: Eröffnung Rauschendorfer Hof

Versammlungsstätten in Königswinter : Gaststätte Rauschendorfer Hof öffnet wieder

Die Gespräche der Stadt Königswinter mit den Vereinen über neue Versammlungsstätten stocken wegen der Corona-Krise. Doch es gibt auch positive Nachrichten: Der Rauschendorfer Hof soll Mitte des Jahres wieder eröffnen.

Durch die Corona-Krise sind auch die Gespräche über neue Versammlungsstätten für den Bergbereich von Königswinter ins Stocken geraten. Doch es gibt auch positive Nachrichten: So hat der Rauschendorfer Hof neue Eigentümer, die die Gaststätte mit einem neuen Pächter fortführen wollen. Auch in Ittenbach hat der im vergangenen Jahr neu gegründete Förderverein Bürgerhaus Ittenbach schon einiges an Vorarbeit geleistet.

■ Rauschendorf: Der Unternehmer Alexander Abeln, der im Ort eine Firma für Haustechnik besitzt, und seine Mutter Regina Kurscheid, nach deren Vater der Heinrich-Kurscheid-Platz benannt ist, haben den Rauschendorfer Hof erworben. Heinrich Kurscheid war der langjährige Vorsitzende des Bürgervereins. Nach dem Tod des früheren Eigentümers, der im Gebäude auch einen Getränkehandel betrieben hatte, kündigte der langjährige Pächter Harald Noe seinen Pachtvertrag Ende November 2019 – zur Enttäuschung der örtlichen Vereine, die damit ihren Versammlungsraum verloren.

Die Erbengemeinschaft hat die Immobilie nun verkauft. „Die Kneipe wird im Moment renoviert und soll Mitte des Jahres wieder eröffnen“, sagte Alexander Abeln dem General-Anzeiger. In das alte Ladenlokal solle im besten Falle eine Bäckerei oder ein Kiosk einziehen. Der kleine Saal kann dann für Geburtstage, Abendveranstaltungen oder Beerdigungscafés vermietet werden. Offen ist, was mit dem großen Saal passiert, der bereits seit Ende der 1980er Jahre nicht mehr für Veranstaltungen genutzt wurde. Eine Sanierung dürfte zu teuer sein, ein Abriss steht daher zur Debatte.

■ Ittenbach: „Die weiteren Gespräche mit dem Förderverein in Ittenbach ruhen zurzeit wegen Corona“, sagt Bürgermeister Peter Wirtz. Im Unterschied zu anderen Ortsteilen will sich der Verein finanziell am Betrieb eines neuen Bürgerhauses beteiligen. Das bestätigte auch der Fördervereinsvorsitzende Andreas Messing. „Wir stehen für den Betrieb des Bürgerhauses gerade. Das ist auch in unserer Satzung verankert“, sagt er.

Für den Bau verspricht er sich neben dem städtischen Anteil auch Geld aus den Fördertöpfen von Bund und Land. „Aber auch hier haben wir das Feedback von ortsansässigen Handwerkern, dass sie sich beteiligen wollen. Die Bauleitung würde ebenfalls bei uns liegen. Das notwendige Fachwissen ist vorhanden“, so Messing. Nach der Vorstellung des Fördervereins soll das Bürgerhaus eine Kapazität für 300 bis 350 Personen haben.

Auch über den Standort hat sich der Verein bereits intensive Gedanken gemacht. Von ursprünglich 16 in Frage kommenden Grundstücken sind laut Messing noch zehn übrig geblieben, die in die engere Wahl kämen. Die Verwaltung soll nun in Abstimmung mit dem Förderverein, stellvertretend für die Ortsvereine, einen geeigneten Standort ermitteln, die notwendigen planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen und ein Konzept für die Realisierung des Projektes erarbeiten. Wenn alles gut läuft, könnte das Bürgerhaus in drei Jahren fertiggestellt sein, hofft Messing.

■ Kirchspiel Stieldorf: Nicht nur in Rauschendorf, sondern auch in anderen Ortschaften des Kirchspiels wird zurzeit nach dezentralen Lösungen gesucht. Bei einem Gespräch der Verwaltung mit den Vereinen, an dem 16 von 31 eingeladenen Vereinen teilnahmen, wurde deutlich, dass alle den Versammlungsstätten vor Ort den Vorzug gegenüber einem zentral gelegenen Gebäude geben.

Deshalb soll nun das Dorfgemeinschaftshaus in Oelinghoven, das knapp 200 Personen Platz bietet, weiter ertüchtigt werden. Dazu gehört eine Erneuerung des Zeltdaches. In Bockeroth besteht vor allem Bedarf an einem kleinen Versammlungsraum für Vorstandssitzungen. Hier soll mit der Feuerwehr darüber gesprochen werden, ob der Unterrichtsraum im Feuerwehrhaus auch dafür genutzt werden kann. Alternativ wurde von den Vereinen die Errichtung eines Blockhauses auf einem städtischen Grundstück hinter dem Spielplatz angeregt.

Auch in Uthweiler würden die Vereine gerne das ehemalige Feuerwehrhaus dauerhaft als Versammlungsstätte nutzen, ebenso wünschen sie sich eine Aufwertung des Vorplatzes zum Dorfplatz für Festivitäten im Außenbereich. Hier wies die Verwaltung aber darauf hin, dass wegen der nahen Wohnbebauung keine größeren, mit Lärm verbundenen Veranstaltungen möglich sind. Die Verwaltung soll in Abstimmung mit den Vereinen ein Nutzungskonzept für ein „Gemeinschaftshaus Uthweiler“ erarbeiten und dem Ausschuss vorstellen.

In Vinxel hängt alles an den weiteren Planungen des Investors SHP Vinxel GmbH, der das Neubaugebiet an Kapellenweg, Holtorfer Straße und auf dem Hobshofgelände realisieren möchte.

Hier hat der Königswinterer Planungs- und Umweltausschuss den Investor Anfang März um eine überarbeitete Planung gebeten. Die Bürger wünschen sich auf der Gemeinbedarfsfläche ein Café oder eine ähnliche Möglichkeit für Begegnungen.