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Landesförderung für Sportvereine: Vier Königswinterer Clubs bekommen insgesamt 554.000 Euro

Landesförderung für Sportvereine : Vier Königswinterer Clubs bekommen insgesamt 554.000 Euro

Aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten vier Königswinterer Vereine rund 554.000 Euro. Mit dem Geld modernisieren sie ihre Anlagen.

Vier Sportvereine aus Königswinter dürfen mit einer kräftigen Finanzspritze aus Düsseldorf rechnen. Der Stadtsportbund hat dem Förderportal des Landes NRW vorgeschlagen, die 554.695 Euro, die die Stadt aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten soll, an den TuS Oberpleis, den TuS Eudenbach, den Tennisverein Siebengebirge und den TuS Ober- und Niederdollendorf zu verteilen.

„Mit dem Geld soll insbesondere die Sanierung und Modernisierung vereinseigener Sportstätten unterstützt werden. Ziel ist es vor allem, zusätzliche Sportflächen zu schaffen“, sagt der Stadtsportbundvorsitzende Klaus Wiesehügel. Die Stadtsportbünde koordinieren die Anträge und schlagen die Verteilung des Geldes vor. „Für uns ist das Verfahren mit unserer Empfehlung an das Förderportal abgeschlossen“, so Wiesehügel.

Tennisclub Rot-Weiß Oberdollendorf nicht berücksichtigt

Bei ihm seien insgesamt sechs Anträge von fünf Vereinen eingegangen. Der Gesamtbedarf habe bei knapp 609.000 Euro gelegen. Da die Projekte mit 50 bis 90 Prozent gefördert werden sollen, habe der Stadtsportbund den Antrag des Tennisclubs Rot-Weiß Oberdollendorf nicht berücksichtigen können. Der Verein plante, seine vorhandenen Tennisplätze zu modernisieren. Für alle Vereinsvorhaben reiche das Geld leider nicht aus, bedauerte der SSB.

Freude herrschte hingegen bei den anderen Vereinen. Der TuS Oberpleis möchte, wie berichtet, einen Anbau an sein Vereins- und Betreuungshaus am Sonnenhügel errichten. Neben Räumen im Obergeschoss für eine Erweiterung der Offenen Ganztagsschule soll im Untergeschoss unter anderem ein zehn mal 15 Meter großer multifunktionaler Sportraum entstehen. „Wir fördern beim TuS nur die Einfachhalle, weil wir weiter einen großen Bedarf an Sporthallen in Königswinter haben“, sagt Wiesehügel. Der Verein hat errechnet, dass von den Gesamtkosten für das Projekt in Höhe von 1,6 Millionen Euro rund 586.000 Euro für den Sportraum ausgegeben werden. Dazu soll der TuS nun einen Landeszuschuss in Höhe von 293.000 Euro erhalten. Die andere Hälfte finanziert der TuS ebenso wie die Verkehrsflächen durch einen Kredit bei der NRW-Bank. Die Stadt trägt die Kosten für den OGS-Bereich.

Kleinspielfeld zwischen den Tennisplätzen

Der TuS Eudenbach möchte dort, wo sich jetzt noch drei wenig genutzte Tennisplätze befinden, ein Kleinspielfeld für seine sieben Jugendfußballmannschaften bauen. „Das Problem ist, dass unser im Jahr 2017 errichteter Naturrasenplatz nicht ganzjährig bespielbar ist. Deshalb müssen unsere Jugendmannschaften zum Teil in Oberpleis trainieren“, berichtet der Vorsitzende Markus Marnett. Die Verhältnisse seien dort allerdings durch die starke Nutzung des neuen Kunstrasenplatzes auch durch den TuS Oberpleis beengt. Außerdem müssten die Kinder von ihren Eltern nach Oberpleis gebracht werden. So sei der Plan gereift, den schon vorhandenen öffentlich zugänglichen Bolzplatz in Eudenbach zu einem Kleinspielfeld mit einer Größe von 70 mal 35 Metern zu erweitern. „Dort könnte dann der Nachwuchs bis zur D-Jugend trainieren und seine Spiele austragen“, so Marnett.

Ohne die Landesförderung wäre das Projekt für seinen Verein jedoch nicht zu stemmen gewesen. „Wir waren daher froh, dass wir jetzt auf den Zug aufspringen konnten“, sagt der Vorsitzende. Für das Kleinspielfeld soll sein Verein knapp 116.000 Euro und für eine Erneuerung des Fluchtlichts in LED-Beleuchtung noch einmal 15.000 Euro erhalten. Jeweils denselben Betrag will der Verein durch einen Bankkredit und Eigenleistungen aufbringen.

Vereine müssen sich mit NRW-Bank abstimmen

In den Genuss von Fördergeldern sollen nach dem Willen des Stadtsportbundes auch der Tennisverein Siebengebirge (89.940 Euro) und der TuS Ober- und Niederdollendorf (40.000 Euro) kommen. Die Oberpleiser Tennisspieler wollen ihr Vereinsheim am Libellenweg sanieren und erweitern. Der TuS Ober- und Niederdollendorf möchte die maroden Toiletten und Duschen in seiner Turnhalle an der Flurgasse erneuern. Für diese Maßnahme, die 50.000 Euro kosten soll, wird der Verein eine 80-prozentige Förderung erhalten.

Nach der Empfehlung des Stadtsportbundes, der auch die Stadt zugestimmt hat, bestreiten nun die Vereine in Abstimmung mit der NRW-Bank das weitere Verfahren. Dabei werden die Anträge der Vereine einer weiteren Prüfung unterzogen. Nicht zuletzt muss sichergestellt werden, dass diese auch in der Lage sind, ihren Eigenanteil zu stemmen.