Glosse zur Rettung einer Ziege auf der A3 Was machte der Capra auf der Autobahn?

Region · Einen tierischen Einsatz erlebte die Kölner Autobahnpolizei am Dienstag auf der A3, wo sie eine Ziege aufgriffen. GA-Redakteur Hansjürgen Melzer greift die humorvolle Einsatzbeschreibung der Beamten auf, die bei dem Einsatz womöglich einen Angehörigen von FC-Maskottchen Hennes aufgriffen.

 Mit einem Bulli brachte die Polizei die Ziege zunächst zur Autobahnpolizeiwache in Sankt Augustin.

Mit einem Bulli brachte die Polizei die Ziege zunächst zur Autobahnpolizeiwache in Sankt Augustin.

Foto: Jens Kleinert

Da behaupte mal einer, mit der Polizei sei nicht zu spaßen. Wenn es um den 1. FC Köln geht, scheint diese Regel außer Kraft gesetzt. Man kann die Geschichte über den Einsatz der Kölner Autobahnpolizei am Dienstag auf der A3 nahe dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg ganz nachrichtlich erzählen, man kann es aber auch so tun, wie die Kölner selber es getan haben.

Mutterseelenallein bewegte sich demnach ein augenscheinlich Orientierungsloser auf dem Seitenstreifen Richtung Frankfurt – zu allem Überfluss auch noch entgegen der Fahrtrichtung. „Das ist ein Capra – eindeutig erkennbar an den mitgeführten Stirnwaffen!“, klassifizierte einer der Polizisten das Wesen an der Autobahn.

Bei „Capra“ handelt es sich um den biologischen Namen der Ziege. In Köln eher als Geißbock oder als das Maskottchen des 1. FC bekannt. Die Polizei könne nicht ausschließen, dass es sich bei dem Unbekannten zumindest um einen Angehörigen des FC-Maskottchens handele, teilte die Behörde mit. „Möglicherweise hatte er sich in schlimmer Vorahnung des Spielergebnisses dieses Abends beim Hamburger SV in suizidaler Absicht auf die Autobahn begeben“, heißt es da.

Zur Erinnerung: Der FC flog mit 0:2 aus dem Pokal. Die Polizei räumt zwar ein, dass ihre Interpretation vollkommen spekulativ sei, der Ziegenbock ließe sich zu den im Raume stehenden Fragen jedoch weiterhin nicht ein. Stattdessen mampfe er gemütlich an einem Futtertrog. Die Ermittlungen dauern an.