1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Königswinter

Traditionsverein unter neuer Führung: Willi Sülzen zum Brudermeister ernannt

Traditionsverein unter neuer Führung : Willi Sülzen zum Brudermeister ernannt

Amtswechsel bei der Generalversammlung der Oberdollendorfer Sankt-Sebastianus-Männer-Bruderschaft: Willi Sülzen, Lorenz Schwindt und Johannes Müller steigen in der Karriereleiter auf.

Die Sankt-Sebastianus-Männer-Bruderschaft Oberdollendorf hat einen neuen Brudermeister: Auf der Generalversammlung im Rahmen des Patronatsfestes im Weinhaus Lichtenberg wurde Willi Sülzen offiziell in sein neues Amt eingeführt. Sein Vorgänger Lorenz Schwindt wurde zum Ersten Brudermeister ernannt. Johannes Müller, der bislang das Amt des Ersten Brudermeisters innehatte, trägt von nun an den Titel des Ehrenbrudermeisters.

Traditionell geht das Amt des Brudermeisters jährlich auf das Mitglied mit der längsten Vereinszugehörigkeit über, das sich bereiterklärt, diese wichtige Aufgabe mit allem, was dazugehört, zu übernehmen. Es folgen dann sozusagen routinemäßig auf der „Karriereleiter“ die Titel des Ersten beziehungsweise des Ehrenbrudermeisters. Das neue Oberhaupt Willi Sülzen ist 1978 dem Verein beigetreten, feiert also in diesem Jahr 40-jährige Mitgliedschaft bei der Bruderschaft.

Weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder durch den Präsidenten Thomas Hartmann und seinen Vize Michael Lamprecht, die im Beisein des amtierenden Königspaares Rolf und Anna Beitzel stattfand.

Es gibt Mitglieder, die 70 Jahre dabei sind

Für 25-jährige Treue zur Bruderschaft wurden Martin Thiebes, Frank Trimborn und die Eheleute Inge Christine und Dieter Zavelberg sowie Wilma und Horst Lorenz mit der silbernen Mitgliedsnadel ausgezeichnet. Doppelt so lange, nämlich 50 Jahre, gehören die Ehepaare Thea und Bert Dorn, Christa und Hans-Wilhelm Kohlhaas, Gisela und Karl Merzbach, Elfriede und Peter Schützeichel, Marlene und Hugo Sender sowie Johanna und Ernst Thiebes der Oberdollendorfer Männer-Bruderschaft an. Sie durften sich die goldene Ehrennadel ans Revers heften.

„Wir haben auch Mitglieder, die bereits seit 70 Jahren der Bruderschaft angehören, aber leider aus Altersgründen nicht mehr an der Generalversammlung teilnehmen können“, berichtete Vorstandsmitglied Werner Werfel. Diese Urgesteine des Vereins können sich aber auf einen Hausbesuch freuen.

Kleiner Wermutstropfen an dem sonst so fröhlichen Abend: Die Mitgliederstatistik zeigt einen leichten Abwärtstrend. Die Zahl der Neuzugänge kann die altersbedingten Verluste nicht mehr vollständig wettmachen. „Wir verlieren dadurch Jahr für Jahr rund zehn Mitglieder“, bedauerte Schriftführer Werfel.

Sorgen um den Fortbestand der 1659 gegründeten Sankt-Sebastianus-Bruderschaft muss sich allerdings keiner machen: Mit 425 Mitgliedern ist man zahlenmäßig immer noch stark im Ort vertreten. Für viele Mitglieder ist die Generalversammlung nicht nur eine Verpflichtung, sondern ein geselliges Ereignis, auf das man sich schon lange im Voraus freut. „Bruderschaft, das bedeutet schließlich auch Geselligkeit und gemeinsames Feiern“, sagte Werfel.

Kein Wunder, dass der Saal des Weinhauses Lichtenberg voll besetzt war. Aber schließlich werden an dem Abend nicht nur Fakten aus dem Vereinsgeschehen „serviert“, wie zum Beispiel ein Rückblick auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr, sondern auch ein leckeres Essen und ein guter Wein.