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Feierliches Angießen an der Hirschberg-Hütte: Winterlinde erinnert an 150-jähriges Bestehen des VVS

Feierliches Angießen an der Hirschberg-Hütte : Winterlinde erinnert an 150-jähriges Bestehen des VVS

Mit dem offiziellen Angießen der an der Hirschberg-Hütte gepflanzten Winterlinde läutet der Verschönerungsverein für das Siebengebirge die nachgeholten Jubiläumsfeiern ein und will im Winter 10.000 neue Bäume pflanzen.

Nicht nur am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum. Auch an der Hirschberg-Hütte ist seit Herbst vergangenen Jahres eine Winterlinde zu entdecken. Gepflanzt wurde sie aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS).

Während das Setzen des Baums nicht an Corona scheiterte, so mussten doch die geplanten Veranstaltungen verschoben werden. Das Angießen des Jubiläumsbaums war nun der Auftakt zu den nachzuholenden Geburtstagsfeierlichkeiten. Mit einem frischen Kölsch goss Vorsitzender Hans Peter Lindlar im Beisein von Vorstands- und Beiratsmitgliedern sowie Jubilaren und der Nachbarsfamilie Achenbach-Streve-Mülhens den Baum an. Ein Stein davor erklärt den Anlass. Steinmetz Edmund Heller aus Hennef hatte den Brocken im Gelände gefunden. Eine Bronzeplakette trägt die Inschrift: „Jubiläumsbaum 150 Jahre Verschönerungsverein für das Siebengebirge. Gepflanzt 11.11.2020 11.11Uhr.“

Zum 200-jährigen Jubiläum könnte die Winterlinde ein stolzer Baum sein, zumal diese Baumart besonders schnell wächst und auch Trockenheit verträgt. Diese Baumart soll künftig ebenso wie der Bergahorn, die Elsbeere, der Speierling, die Stieleiche, die Edelkastanie und die Buche gepflanzt werden, nachdem die Fichten vom Borkenkäfer stark befallen wurden und sie nicht wieder nachgepflanzt werden sollen. 10.000 Bäume hat der VVS bestellt, die im kommenden Winter gepflanzt werden sollen.

Eine starke Hilfe hat der VVS bei diesem Bestreben seit mehreren Jahren von der Firma RHI Magnesita N.V. erhalten. Alois Angeler, 20 Jahre Produktionsleiter und Werksgruppenleiter des Unternehmens, den früheren Didier-Werken, und seine Frau Elke haben 2020 eine Spende in Höhe von 4000 Euro geleistet; 2020 wurde damit die Anschaffung von Pflanzmaterial gesponsert. Nun überreichten sie erneut den großzügigen Betrag von 4000 Euro, der für das vierte Wildniscamp am 11. und 12. September gedacht ist, das sich besonders an Kinder im Grundschulalter richtet.

Im Jubiläumsjahr konnten 150 neue Mitgliedschaften mit insgesamt 250 Personen begrüßt werden, für jeden wurde ein Baum gepflanzt. Der 150 Jahre alte Verein hat aber auch Mitglieder, die schon lange dem VVS die Treue halten. VVS-Chef Lindlar ehrte bei der Baumtaufe auch Jubilare. Bereits seit 70 Jahren gehören die Rhenag Siegburg, die Bad Honnef AG und die Stadt Hennef dem Verschönerungsverein an. Lindlar sagte den Vertretern Bernd Lagermann und Ingo Janson von der Rhenag, BHAG-Vorstand Mathias Eik und Hennefs Vizebürgermeister Thomas Wallau herzlichen Dank.

Vor 60 Jahren trat die Kreissparkasse Köln dem VVS bei, zusammen mit der Volksbank ist sie Hauptsponsor im Jubiläumsjahr und war vertreten durch Regionalvorstand Direktion Rhein-Sieg Ralf Klösges. Seit 50 Jahren dem VVS gewogen ist der 90-jährige Heinz Müller, dem Dank für seine Aufmerksamkeit als Nachbar des VVS galt. Vier der neun Jubilare, die seit 40 Jahren dabei sind, waren gekommen: Josef Henseler, der Imkerverein Siebengebirge, den Vorsitzende Gerti Reicheneder-Müller vertrat, Dietmar Rust und die Altstadt-CDU, die von Burkhard Rinkens präsentiert wurde. Und 25 Jahre gehört die Volksbank Köln Bonn dem VVS an. Vorstand Volker Klein nahm wie alle anderen Jubilare Urkunde und einen Beutel mit der Festschrift und einem Buch über die Burgenlandschaft im Siebengebirge in Empfang.

Hans Peter Lindlar lud alle Teilnehmer zum Jubiläums-Siebengebirgstag rund um das Forsthaus Lohrberg ein. Termin: Samstag, 4. September, 11 bis 17 Uhr.