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50-jähriges Bestehen: Zum Jubiläum kam ein Überraschungsgast

50-jähriges Bestehen : Zum Jubiläum kam ein Überraschungsgast

Er hatte die weiteste Anreise. Und er war einer der ältesten Besucher des Festgottesdienstes in der Pfarrkirche Sankt Joseph: Jeffery Babb aus der englischen Partnerstadt North East Lincolnshire, der im Januar sein 90. Lebensalter vollenden wird, kam eigens aus England, um mit den Mitgliedern des Thomasberger Kirchenchores das 50. Chorjubiläum zu begehen.

Diese Überraschung war ihm gelungen. Vorsitzender Bernhard Fiebig geleitete den alten Herrn auf die Empore, von wo aus er die Eucharistiefeier verfolgte, die vom Kirchenchor mit der Missa in C, der "Krönungsmesse", und weiteren Chorwerken von Mozart gestaltet wurde. Babb war einst Leiter des Grimsby-Cleethorpes Youth Orchestra. Und gleich nach der Hochzeit mit der englischen Partnerstadt im Jahre 1974 nahmen der Thomasberger Kirchenchor und das Instrumentalorchester von der Insel Verbindung auf; sie schlossen Freundschaften, die bis heute bestehen, pflegten einen regen Austausch und gaben gemeinsam große Konzerte, solange Babbs Orchester existierte. Schon zum 25. Chorjubiläum war der Dirigent in Thomasberg. Auch das 50-jährige Jubiläum wollte er sich nicht entgehen lassen, und er besuchte bei der Gelegenheit auch Altbürgermeister Günter Hank, in dessen Ära die Städtepartnerschaft geschlossen wurde.

Diakon Udo Casel sagte im Beisein von Bürgermeister Peter Wirtz: "Das Ziel der Kirchenmusik ist es, zu Ehren Gottes zu singen und zu musizieren. Wir sind dankbar, dass unser Kirchenchor dieses Ziel seit Jahren verfolgt." Außerdem sagte er Chorleiter Edgar Zens Dank für die Übersetzung der Texte, so dass die Besucher anhand des Programmheftes auch inhaltlich den Gesang nachvollziehen konnten. Bei der Darbietung übertrafen sich die Sänger. Unterstützt wurden sie dabei von vier Solisten. Leonore Thiesen mit ihrer schönen Altstimme gehört zum Chor. Sopranistin Jutta Gräwe lebt in Thomasberg und singt im Kölner Domchor. Tenor Maximilian Fieth aus Köln hat sich gerade als einer von 15 unter rund 400 Bewerbern für ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Köln qualifiziert. Und Bassist Egbert Herold ist Mitglied des Bonner Opernensembles.

Die Sinfonia Königswinter übernahm den instrumentalen Begleitpart, den sie mit Konzertmeisterin Maria Kapuscinska einstudiert hatte. An der Klais-Orgel saß Winfried Krane, Leiter der Dommusikschule. Es waren also Könner am Werk, die diesen Gottesdienst unter dem Dirigat von Edgar Zens zum Genuss machten. Großes Lob gab es auch von Jeffery Babb beim anschließenden Fest in der Gaststätte Otto.