Bonner Chor gibt Benefizkonzert in Linz Abendlieder zum Abschied

Linz · Beim Gastspiel des Chur Cölnischen Chores Bonn in Linz singt Karl Meidl ein letztes Mal mit: Nach 13 Jahren verlässt er das Gesangsensmble. Dank seiner Vermittlung kommt der Konzerterlös der Renovierung der Pfarrkirche Sankt Martin zugute.

 Beeindruckender Auftritt: Der Chur Cölnische Chor Bonn sang in der Linzer Pfarrkirche.

Beeindruckender Auftritt: Der Chur Cölnische Chor Bonn sang in der Linzer Pfarrkirche.

Foto: Frank Homann

Er war 13 Jahre lang die Linzer Stimme im Chur Cölnischen Chor Bonn. Nun nahm Karl Meidl beim Konzert in der Pfarrkirche seiner Heimatstadt Abschied. Er habe ihn „nicht nur als Sänger, sondern auch als Freund schätzen gelernt, auf dessen Wort man stets zählen konnte“, sagte Chorleiter Professor Heribert Beissel.

Meidl, der fünf Jahre Vorsitzender des Chur Cölnischen Chores war, erklärte, er werde weiter bei Projektchören singen, doch er habe ein Alter erreicht, „in dem man sich dem Druck der ständigen Proben und Auftritte nicht mehr so permanent aussetzen kann“.

So wurde das mittlerweile siebte Gastspiel des Bonner Chores in der Linzer Pfarrkirche Sankt Martin, ein Benefizkonzert zugunsten des Kirchen-Fördervereins, zum letzten mit Meidls Mitwirkung.

Im ersten Teil trugen die Sänger auf der Orgelempore die D-Dur-Messe von Antonin Dvorak vor. Auf der Orgel begleitet wurden die Sänger von Daniel Kirchmann, der seit Januar 2013 Seelsorgebereichsmusiker in Bad Godesberg ist.

Mit der dreifachen Bitte um Frieden am Ende des „Agnus Dei“ schickte der Chor seine Zuhörer in die Pause, um vor dem Altar zu Beginn des zweiten Teils des Konzertes Johann Sebastian Bachs Choral „Nun ruhen alle Wälder“ a cappella anzustimmen. Nach der Barockkomposition zum Text von Paul Gerhardt ging es weiter mit dem Lied „Abendfriede“.

Über Abendlieder von Robert Schumann und dem Lied „Ich hab' die Nacht geträumet“ des als Vollender der „chromatischen Polyphonie“ gefeierten Max Reger ließen die Sänger mit Helmut Barbe „verstohlen“ den Mond aufgehen, um dann mit dem Mechernicher Simon Wawer ihren begeisterten Zuhörern „Guten Abend, gute Nacht“ zu wünschen.

Mit Edwar Elgars „How calmly the evening“ und dem „Sleep“ von Eric Whitacre intonierte der Chor auch englische und amerikanische Kompositionen, bevor er „Der Abend“ des Schweden Hugo Alfvén anstimmte.

Nach dem „Abendsegen“ des Siegburger Spätromantikers Engelbert Humperdinck beendeten die Sänger mit dem „Abendlied“ von Rheinberger das Benefizkonzert.

„Unserem Linzer Mitbürger Karl Meidl haben wir es zu verdanken, dass der Bonner Chor dem Förderverein Sankt Martin alle Einnahmen des Abends zur Finanzierung der spätromanischen Ausmalungen überlässt“, freute sich der Vorsitzende Peter Gillrath. Noch stehe zwar eine Abschlussrechnung aus, sicher sei jedoch, dass diese höher ausfallen werde als vorhergesehen, gestand er ein.

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