Personen mit Messer attackiert 39-Jähriger muss nach Bluttat in Bad Hönningen in die Psychiatrie

Bad Hönningen · Der 39-Jährige, der im Juli 2023 in Bad Hönningen (Kreis Neuwied) eine ihm unbekannte Frau mit einem Messer getötet und einen ihm unbekannten Mann schwer verletzt hatte, wird in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

 Im Juli vergangenen Jahres hatte ein 39-Jähriger in Bad Hönningen unvermittelt einen Mann und eine Frau mit einem Messer attackiert. Die Frau starb an ihren Verletzungen.

Im Juli vergangenen Jahres hatte ein 39-Jähriger in Bad Hönningen unvermittelt einen Mann und eine Frau mit einem Messer attackiert. Die Frau starb an ihren Verletzungen.

Foto: dpa/Robert Michael

Von Stimmen in seinem Kopf berichtete der Angeklagte, die ihm vorgeschrieben hätten, was er am 8. Juli vergangenen Jahres tun sollte: Daraufhin ging Steven R. (39) aus Bad Hönningen los und stach unvermittelt mit einem Messer auf einen ihm zuvor unbekannten Mann (30) ein, der vom Ort des Geschehens fliehen konnte und schwer verletzt überlebte. Nur wenig später griff er auch eine ihm ebenfalls unbekannte Frau (55) mit einem weiteren Messer an, die noch am Tatort verstarb. Das Landgericht Koblenz hat am Donnerstag entschieden, dass der 39-Jährige als schuldunfähig gilt und in einer psychiatrischen Klinik bleiben muss.

„So etwas darf sich nicht noch einmal wiederholen“, erklärte der Richter in der Begründung. Zwar verurteilte ihn die 14. Strafkammer unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes, schuldfähig sei er laut des Gutachtens eines psychiatrischen Sachverständigen allerdings nicht. Er soll nach Erkenntnissen des Gutachters an einer alkoholbedingten Halluzinose leiden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte das Amtsgericht Koblenz bereits im September vergangenen Jahres die einstweilige Unterbringung in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Diese Unterbringung haben die Richter in Koblenz jetzt bestätigt. Der 39-Jährige müsse zunächst seine psychische Störung therapieren lassen, anschließend sei seine Alkoholsucht an der Reihe, erklärte der Vorsitzende Richter. Nur: Die Dauer seiner Behandlung in dem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus legte das Gericht nicht fest.

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