Zwischen Troisdorf und Wiesbaden Rechtsrheinische Bahnstrecke wird ein halbes Jahr gesperrt

Troisdorf · Um Störungen vorzubeugen, plant die Deutsche Bahn eine Reihe von Generalsanierungen. Eine der betroffenen Strecken ist die Bahnlinie zwischen Troisdorf über Beuel und Bad Honnef bis nach Wiesbaden.

Die rechtsrheinische Bahnstrecke wird 2026 für ein halbes Jahr gesperrt.

Die rechtsrheinische Bahnstrecke wird 2026 für ein halbes Jahr gesperrt.

Foto: Frank Homann

Für eine Generalsanierung plant die Deutsche Bahn ab der Jahresmitte 2026 eine weitgehende Vollsperrung der rechtsrheinischen Bahnstrecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf, über die Stationen Erpel, Unkel, Bad Honnef, Königswinter, Beuel und Sankt Augustin.

Die Sperrung soll fünf Monate lang - vom 10. Juli bis 11. Dezember - erfolgen, um Gleise, Weichen, Brücken und weitere Infrastruktur instand zu setzen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Züge sollen linksrheinisch umgeleitet oder durch Busse ersetzt werden. Vorbild ist die Generalsanierung des Riedbahn genannten Abschnitts zwischen Frankfurt und Mannheim, der ab Mitte Juli 2024 für fünf Monate vollgesperrt wird.

Der Korridor „Rechter Rhein“ über Koblenz und Neuwied zähle ebenso zu den hochbelasteten Strecken in Deutschland. Die Infrastruktur sei überaltert und störanfällig, sagte der unter anderem für Hessen und Rheinland-Pfalz zuständige Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Klaus Vornhusen. In der Sperrzeit soll der Abschnitt in einen angemessenen Zustand versetzt werden, damit die Pünktlichkeit steige.

Bahnstrecke ab 206 gesperrt: Konzept wird erarbeitet

Ein detailliertes Konzept für Umleitungen und Ersatzverkehr befinde sich in der Erarbeitung. Details dazu soll es Mitte des Jahres geben. Teilweise soll eingleisiger Zugverkehr möglich sein. Damit die linksrheinische Strecke den Umleitungsverkehr zuverlässig aufnehmen kann, sind auch dort Baumaßnahmen vorgesehen.

Rechtsrheinisch sollen bis zu 32 Bahnhöfe und Stationen erneuert werden, 20 in Rheinland-Pfalz und 12 in Hessen. Hier liefen Verhandlungen mit dem Bund über die Finanzierung, hieß es. Das Konzept beinhaltet auch Lärmschutzmaßnahmen, die teilweise bereits geplant und nun gebündelt umgesetzt werden sollen. Weitere sollen hinzukommen, geprüft werde dies für den Bereich nördlich von Koblenz.

Ziel der Generalsanierung sei nicht, mehr Güterverkehr über die Strecke zu leiten, sagte Vornhusen mit Blick auf Befürchtungen aus den lärmbelasteten Kommunen entlang des Rheins. Insgesamt plant die Bahn, bis 2030 bundesweit 40 hochbelastete Schienenkorridore einer Generalsanierung zu unterziehen.

Kommunen wussten nichts von wichtiger DB-Konferenz

Zur Videoschalte an diesem Donnerstag mit der Deutschen Bahn waren nur hessische und rheinland-pfälzische Kommunen eingeladen. Die betroffenen Kommunen aus dem Rhein-Sieg-Kreis und Bonn hingegen nicht. Warum das so war, lesen Sie hier.

(dpa/ga)
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