Kirmes in Unkel-Scheuren Doppelter Titel für Jan-Phillip Wallek

UNKEL · Der Unkeler Fähnrich holt sowohl den Amtspokal als auch den Pokal „Freistaat Scheuren“. Die Junggesellen-Kicker mussten sich erstmals seit neun Jahren beim Fußballturnier geschlagen geben.

 Hochamt unter freiem Himmel: Vor dem Dom feiern die Scheurener den Kirmesgottesdienst.

Hochamt unter freiem Himmel: Vor dem Dom feiern die Scheurener den Kirmesgottesdienst.

Foto: Frank Homann

Ausgerechnet zu ihrem 160. Stiftungsfest mussten sich die Kicker der Scheurener Junggesellen nach neunjähriger Dominanz dem Sankt-Joseph-Bürgerverein beim traditionellen Kirmes-Fußballturnier auf dem Bolzplatz mit 1:2 geschlagen geben. Zu ausgiebig hatten sie möglicherweise am Vorabend bei der Party „Scheuren goes Mallorca“ gefeiert.

Sichtlich erholt hatte sich die Mannschaft um ihren Vorsitzenden Kilian Rechmann, als sie die Gastvereine begrüßte – neben den Junggesellen aus der Verbandsgemeinde Unkel auch die Freunde aus Ariendorf und Hargarten.

Zum traditionellen Preisfähndelschwenken, bei dem es unter anderem um den Unkeler Amtspokal ging, traten mit dem Bruchhausener Basti Lindlohr, den Erpelern Dominik Schwager und Kevin Weber sowie dem neuen Bundesmeister aller Klassen, dem Unkeler Jan-Philipp Wallek, nur vier Fähnriche an.

Die Konkurrenz patzt

Nachdem der neue Rheinland-Pfalz-Meister Schwager seine Fahne eine Minute vor Ende des Rheinischen Schwenkmarsches hatte fallen lassen, war der schärfste Konkurrent für Wallek aus dem Rennen. Da sowohl Weber als auch der amtierende Siebengebirgsmeister aus Bruchhausen nicht ihren stärksten Tag erwischt hatten, sicherte sich der Unkeler sowohl den Amtspokal als auch den riesigen Pokal „Freistaat Scheuren“.

Mit dem Königszug begann für Reinhard Wolf die zweite Amtszeit – ein Novum seit den 50er Jahren. Bekanntlich hatten die Bürger beim Königsschießen erstmals keinen Kandidaten für dieses Amt gefunden. Zwei Amtsperioden hat auch die Bürgerkönigin der Junggesellen, Verena Braun, die von ihrem Prinzgemahl aus dem Jahr 2014, Niclas Richarz, erneut zur Königin gemacht wurde.

Dem zweiten Vorsitzenden des Junggesellen- und Jungmädchenvereins war der goldene Schuss auf einen Königsvogel gelungen. Angeführt vom Tambourcorps Rheinklänge, das abwechselnd mit den KG-Bläsern musizierte, ging der Königszug zum Haus der Majestäten an der Josefstraße.

Königszug zwischen Sonne und Regen

Dort wurden die Teilnehmer wie auch die zahlreichen Zaungäste so gut bewirtet, dass ihnen auch das Wetter schnuppe war. Als das Königspaar mit seinen Ehrenpaaren, Lara Odenthal und Nils Regel sowie Lea Keller und Jasper Adenauer, durch das Spalier der Fahnen und Säbel aus der Königsburg schritt, begann es bereits leicht zu nieseln.

Auf dem Weg zum Festzelt regnete es dann allerdings schon so stark, dass jeder froh war, der halbwegs trocken beim Königsball angekommen war. Den eröffneten Niclas Richarz und Verena Braun routiniert mit dem Königswalzer.

Unter wesentlich günstigeren Witterungsbedingungen begann der Kirmessonntag mit dem feierlichen Hochamt auf dem Dorfplatz vor dem Dom, dem sich eine Prozession durch Scheuren anschloss. Anschließend spielten die „Lau-Sitzer“ zum Kirmesfrühschoppen auf, den auch die Sängergemeinschaft Unkel/Kasbach-Ohlenberg mitgestaltete.

Der Bürger- und der Junggesellenverein organisierten den Familiennachmittag mit Ponyreiten auf dem Bolzplatz, der schließlich bei strahlendem Sonnenschein ablaufen konnte.

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