Bürgermeisterwahl in Windhagen Hans Dieter Geiger hängt Amtsinhaber Martin Buchholz am Ende noch ab

Windhagen · Am Ende war es ein recht knappes Rennen, das Hans Dieter Geiger dann aber für sich entscheiden konnte. Bei der Stichwahl um den Posten des Bürgermeisters in Windhagen setzte sich der 61-jährige Geiger gegen Amtsinhaber Martin Buchholz von der CDU durch.

Gratulation nach der Wahl: Klaus Dieter Geiger (l.) wird neuer Bürgermeister, Martin Buchholz unterliegt.

Gratulation nach der Wahl: Klaus Dieter Geiger (l.) wird neuer Bürgermeister, Martin Buchholz unterliegt.

Foto: Michael Möhlenhof/privat

Der neue Bürgermeister der Ortsgemeinde Windhagen heißt Hans Dieter Geiger. Bei der Stichwahl am Sonntag setze sich der 61-jährige gelernte Handwerker und Berufssoldat gegen Amtsinhaber Martin Buchholz (CDU) durch. Geiger, bislang Erster Beigeordneter der Ortsgemeinde am Rande des Westerwalds, hatte seinen Hut für „Gemeinsam – Bürger für Windhagen“ (G-BfW) in den Ring geworfen. Buchholz, der bei der Direktwahl 2019 dem seinerzeitigen Rekord-Bürgermeister Josef Rüddel (CDU) ins Amt gefolgt war, erzielte laut vorläufigem Endergebnis 47,8 Prozent der Stimmen. Geiger hatte mit 52,2 Prozent knapp die Nase vorn.

Vier Bewerber im ersten Wahlgang

Die Stichwahl war notwendig geworden, nachdem sich vor 14 Tagen am Tag von Europa- und Kommunalwahl eine Kandidatin und drei Kandidaten dem Wählervotum für das Bürgermeisteramt gestellt hatten, dann aber keine oder keiner eine absolute Stimmenmehrheit auf sich hatten vereinigen können. Buchholz bekam im ersten Wahlgang 46,3 Prozent der Wählerstimmen. Geiger hingegen landete in diesem ersten Wahlgang bei 34,2 Prozent; Thomas Stumpf (SPD) kam auf 12,2 Prozent und die parteilose Elisabeth Theisen auf 6,8 Prozent. Bei der Stichwahl reichte Geiger jetzt die einfache Stimmenmehrheit zum Sieg.

Die Tatsache, dass es gleich vier Kandidatinnen beziehungsweise Kandidaten für den ehrenamtlichen Posten gegeben hatte, war ein Novum nicht nur für Windhagen und die Verbandsgemeinde Asbach. Die Konstellation hatte absoluten Seltenheitswert auch im gesamten Bundesland. Im Vorfeld der Stichwahl jetzt hatten die unterlegenen Bewerber so etwas wie ein Bündnis gegen Buchholz geschmiedet; auch die im ersten Wahlgang unterlegenen Kandidaten Stumpf und Theisen unterstützen den Kandidaten des erst 2019 gegründeten Bündnisses G-BfW, das es aus dem Stand in den Gemeinderat geschafft und auch den Ersten Beigeordneten gestellt hatte. Buchholz hingegen erfuhr breite Unterstützung nicht nur von „seinen“ Christdemokraten, sondern darüber hinaus auch von den Liberalen im Ort.

 Wird Bürgermeister in Windhagen: Hans Dieter Geiger.

Wird Bürgermeister in Windhagen: Hans Dieter Geiger.

Foto: Michaela Soost

Der selbstständige EDV-Betreuer verdanke seiner „guten Vernetzung in Wirtschaftskreisen und in die Nachbarkommunen“, dass „er auch außerhalb der Gemeindegrenzen als zuverlässiger und kompetenter Ansprechpartner geschätzt wird“, hieß es dazu unter anderem von der CDU. G-BfW und Unterstützer warben „für einen Wechsel und gegen ein Weiter so“.

Am Ende gereicht hat die Unterstützung für Buchholz nicht. Während Geiger zwischenzeitlich knapp zurücklag, holte er auf den letzten Metern bei der Auszählung der Briefwahlstimmen auf und hängte Buchholz, ausgerechnet an dessen 53. Geburtstag, am Ende doch noch ab.