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Bahnhof in Unkel: Jede Menge Ideen für das Bahnhofsgelände

Bahnhof in Unkel : Jede Menge Ideen für das Bahnhofsgelände

Einstimmig hat der Stadtrat Unkel auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr die Verwaltung beauftragt, die für die Neugestaltung des Bahnhofsvorgeländes erforderlichen Verhandlungen mit dem Bahnhofseigentümer fortzuführen.

Zuvor waren den Mandatsträgern die planerischen Vorüberlegungen für das Verkehrskonzept auf der Siebengebirgsstraße und die Neugestaltung des Bahnhofsvorgeländes vorgestellt worden. Bei diesen handelt es sich um das Startprojekt der von der Stadt eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen im Zuge des Förderprojekts „Historische Stadtbereiche“.

Voraussichtlich noch bis Herbst 2017 saniert die Deutsche Bahn die Bahnunterführung im Kreuzungsbereich Siebengebirgsstraße/Bahnhofstraße. Dabei wird in der Unterführung der Gehweg ausgebaut, um eine größere Sicherheit für Fußgänger gegenüber dem Fahrzeugverkehr zu erreichen.

„Außerdem befindet sich die Stadt derzeit mit der Deutschen Bahn in Gesprächen, um zukünftig einen barrierefreien Zugang zu den Bahngleisen zu ermöglichen“, erinnerte Klaus Zimmermann vom Planungsbüro ISU. Daneben habe der Bahnhofseigentümer Jürgen Mertens einen Bauantrag für Stellplätze im Bereich der an die Unterführung angrenzenden und in seinem Eigentum stehenden Grünfläche gestellt, die er für seine Gastronomie nachweisen muss.

„Ich schlage vor, die Fahrbahn der Siebengebirgsstraße auf 5,50 Meter zu reduzieren und den von Norden kommenden Radweg vor der Einmündung der Franz-Kemp-Straße von der Westseite auf die andere Straßenseite auf einen vier Meter breiten, gegenläufigen Rad- und Gehweg zu führen“, so der Planer.

Fahrgasse unterhalb der Lärmschutzwand

An der Siebengebirgsstraße könnten wie bisher zunächst Autos zwischen den Bäumen geparkt werden. Kurz hinter der Einmündung Alter Kirchweg sei dann unterhalb der Lärmschutzwand eine Fahrgasse vorgesehen mit zu Beginn beidseitigen Parkplätzen. Diese würde in Höhe des Bahnhofsgebäudes auf die Siebengebirgsstraße einschwenken.

„Jürgen Mertens, der im Norden des Bahnhofs einen Kiosk, eine Bike-Servicestation oder sogar eine Aufladestation für E-Mobile plant, ist bereit, sich in das Gesamtkonzept einbinden zu lassen anstatt für seinen Biergarten weitere Parkplätze anlegen zu lassen, die mit diesem Konzept nicht kompatibel wären“, erklärte Zimmermann. Die Fläche spiele auch in den barrierefreien Zugang zu den Gleisen hinein, so dass die Geländeanpassungen aufeinander abgestimmt werden müssten.

Der vier Meter breite Geh- und Radweg würde bis zur Unterführung im Süden fortgeführt. Jeweils am Ende der Siebengebirgs- und Bahnhofstraße sind an so genannten „Baumtoren“ Querungshilfen vorgesehen. „Der nach Süden weiterführende Heisterer Weg sollte nur Anliegern vorbehalten bleiben, das Parken an der Westseite der Siebengebirgsstraße wäre nicht mehr möglich, sollte dieses Verkehrskonzept samt Bahnhofsumgestaltung realisiert werden“, gab der Fachmann zu bedenken.

Vorgestellt habe er lediglich eine Ideenskizze, ohne dass man wisse, ob in dem zu überplanenden Gebiet Leitungen liegen würden. Das soll zwischen den beiden Bahnunterführungen vermessungstechnisch erfasst werden, bevor das Büro ISU in konkretere Planungen einsteigt, für die ausreichende Mittel im Haushalt 2016 eingestellt sind.