Kommentar zur Kommunalwahl im Kreis Neuwied Gegen den Bundestrend

Meinung | Kreis Neuwied · Es ist ein gutes Signal, dass Menschen wie Torsten Müller, stellvertretender Leiter der Petersberg Gesamtschule in Oberpleis, sich entschließen, sich für ein forderndes Ehrenamt wie das des Ortsbürgermeisters zu bewerben. Ein Signal, das Schule machen soll, findet GA-Redakteur Mario Quadt.

 Bei der feierliche Namensgebung der Petersberg Gesamtschule stand der stellvertretende Schulleiter Torsten Müller (2. v. l.) mit Bürgermeister Lutz Wagner (v.l.), Dezernentin Heike Jüngling und Schulleiter Godehard Mai auf der Bühne, um die Namenstafel zu enthüllen.

Bei der feierliche Namensgebung der Petersberg Gesamtschule stand der stellvertretende Schulleiter Torsten Müller (2. v. l.) mit Bürgermeister Lutz Wagner (v.l.), Dezernentin Heike Jüngling und Schulleiter Godehard Mai auf der Bühne, um die Namenstafel zu enthüllen.

Foto: Iris Zumbusch

Es ist ein wiederkehrendes Ritual: Am Montag nach einer Wahl bekommen die Spitzenkandidatin oder der Spitzenkandidat einer Partei vor allen Kameras einen großen Blumenstrauß in ihrer Parteizentrale überreicht – gleichgültig, ob sie die Wahl haushoch gewonnen haben oder krachend gescheitert sind. Ein solches Bouquet hätte eigentlich auch Torsten Müller aus Ockenfels verdient. Dem 52 Jahre alten Lehrer gelang, was nicht vielen Repräsentanten seiner Partei, der SPD, am Wahltag vergönnt war: Er holte einen Sieg – und dies auch noch gegen einen langjährigen, seit 15 Jahren amtierenden Ortsbürgermeister von der CDU.