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Linz am Rhein: Mann mit Softairwaffe löst Großeinsatz aus

In Gebüsch versteckt : Mann mit Softairwaffe löst Großeinsatz in Linz aus

Die Polizei ist am Samstag in Linz zu einem Großeinsatz mit Hunden und Hubschrauber ausgerückt. Ein Zeuge hatte gemeldet, dass sich eine Person mit Tarnkleidung und einer Waffe in einem Gebüsch versteckt habe.

Ein Mann, der am Samstag mit einem täuschend echt aussehenden Gewehr unterwegs war und damit einen Zeugen in Aufruhr versetzt hat, hat einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Wie die Linzer Polizei am Sonntag mitteilte, meldete sich gegen 17:30 Uhr ein Zeuge, der eine Person mit Tarnkleidung und einer Langwaffe am Roniger Hof gesehen hatte. Die Person, so der Zeuge weiter, habe sich dann plötzlich von der Straße wegbewegt und in einem Gebüsch versteckt.

Die Polizei rückte daraufhin mit einem Großaufgebot aus und durchkämmte das Areal. Unter anderem kamen dabei ein Polizeihubschrauber sowie mehrere Diensthundeführer zum Einsatz. Der Urheber des Einsatzes konnte so auch ausfindig gemacht werden, gab aber sofort an, unbewaffnet zu sein. Es stellte sich heraus, dass er mit einer Langwaffe unterwegs gewesen war. Allerdings handelte es sich nicht um eine scharfe Schusswaffe, sondern um eine Softairwaffe, die aber täuschend echt aussah.

Verstoß gegen das Waffengesetz

Den Beschuldigten erwartet nun gleichwohl ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Denn sogenannte Anscheinswaffen dürfen werden zugriffs- noch einsatzbereit in der Öffentlichkeit geführt werden, so sagt es das Waffengesetz. Ein Waffenschein wird für Anscheinswaffen nicht ausgestellt. Die Polizei warnt eindringlich davor, täuschend echte „Spielzeug-Waffen“ in der Öffentlichkeit zu führen.

Für unbeteiligte Dritte sowie unter Umständen auch für Einsatzkräfte könne schnell der Eindruck einer echten Schusswaffe entstehen. Wie vorliegend bei einem Verstoß gegen das Waffengesetz schließe sich zudem ein Strafverfahren an; hohe Bußgelder sind auch bei Ahndung als Ordnungswidrigkeit möglich. Außerdem muss sich der Beteiligte jetzt darauf einstellen, dass ihm die Kosten für den Polizeieinsatz aufgebrummt werden, so die Polizei abschließend.