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Zukunft des Gymnasiums Nonnenwerth: Neuwied-Landrat bietet Eltern seine Unterstützung an

Zukunft des Gymnasiums Nonnenwerth : Neuwied-Landrat bietet Eltern seine Unterstützung an

Wenn es um die Zukunft des Gymnasiums Nonnenwerth geht, ist der Rhein eine nur geografische Grenze. 220 Schülerinnen und Schüler kommen aus dem Kreis Neuwied. Dessen Landrat Achim Hallerbach schaltet sich nun ebenfalls in die Diskussion um die Zukunft der Schule ein.

In die Diskussion um den Fortbestand des Gymnasiums Nonnenwerth schaltet sich auch Neuwied-Landrat Achim Hallerbach ein. „Wir kämpfen um den Erhalt des Schulstandortes Nonnenwerth“, so der Landrat – auch wenn der Kreis Neuwied rein formal mit dem privaten Gymnasium in Remagen nichts zu tun habe. Gleichwohl sei man betroffen: Rund 220 Mädchen und Jungen aus dem Kreis besuchten die Schule, deren Zukunft nach Trägerwechsel und Problemen mit dem Brandschutz bedroht ist.

Am Mittwochabend war die Situation auch Thema im Bad Honnefer Rathaus. Am Runden Tisch äußerten Eltern zudem Kritik an der bisherigen Lösungssuche, die unter anderem von Intransparenz geprägt sei. 126 Schülerinnen und Schüler aus Bad Honnef besuchen die Schule, hieß es.

Vertreten waren aber auch Eltern aus dem angrenzenden Kreis Neuwied wie aus Rheinbreitbach. Auch Landrat Hallerbach lässt die Frage, ob die Schule gesichert werden kann, „nicht kalt“. Besorgte Eltern hätten sich zahlreich an ihn gewandt und um seine Unterstützung gebeten: „Natürlich setze ich mich mit aller Kraft dafür ein.“ Der Landrat äußert zugleich Unverständnis über das Verhalten des privaten Schulträgers. Sein Agieren schade dem „hervorragenden Ruf der Schule“. Und leider sei er „offenbar auch kein verlässlicher Gesprächspartner“, so der Landrat wörtlich.

Sollte die Schule schließen, werde der Kreis Neuwied „seinen“ Schülern ein alternatives Beschulungsangebot machen, so auch Erster Kreisbeigeordneter Michael Mahlert. Hallerbach: „Es wäre ein Kraftakt, so viele Schüler auf einmal unterzubringen, aber wir würden es schaffen.“ Wie berichtet, hatten Eltern beim Treffen in Bad Honnef allerdings angemerkt, dass der Wechsel in ein nicht vergleichbares Schulkonzept auch Probleme berge. Zuversichtlich stimme, dass es weitere Interessenten für eine Übernahme der Trägerschaft gebe.