Premiere des Vorlesefestes „Unkel liest“ Ein Festival mit Willy Brandt, Droste-Hülshoff und rheinischem Lokalkolorit in Unkel

Unkel · Sprecher aus Hörfunk und Fernsehen, aber auch regionale Akteure geben am Pfingstsonntag, 19. Mai, in der Unkeler Innenstadt zum ersten Mal auf noch nie vollführte Weise Literatur zum Besten. Das Spektrum der Bücher reicht dabei von Texten verschiedener Unkeler Autoren wie Willy Brandt, Stefan Andres oder Ferdinand Freiligrath bis hin zu Berichten von Rheinreisen oder Regionalkrimis. Das erwartet die Zuhörer.

Ein Festival des Vorlesens stellen Daniel Schmitz (von links), Sarah Wördemann, Carsten Krause, Sabine Marquardt und Werner Geißler erstmals in Unkel auf die Beine. Der Herr im Hintergrund rechts ist Willy Brandt – allerdings nur als nahezu lebensgroßer Pappgenosse.

Ein Festival des Vorlesens stellen Daniel Schmitz (von links), Sarah Wördemann, Carsten Krause, Sabine Marquardt und Werner Geißler erstmals in Unkel auf die Beine. Der Herr im Hintergrund rechts ist Willy Brandt – allerdings nur als nahezu lebensgroßer Pappgenosse.

Foto: Frank Homann

„In Unkel leben und sterben, was sonst?“ Der kurze, fragende Satz, der viel zu sagen imstande ist, stammt von dem mit Gerhard-Hauptmann-Preis, Adolf-Grimme-Preis sowie Literaturpreis von Rheinland-Pfalz ausgezeichneten Schriftsteller sowie Rundfunk- und Fernsehautor Leonhard Reinirkens. Das Sprachgenie, welches so unvergleichlich die Charaktere seiner Bücher mit der nötigen Menge Lokalkolorit zeichnen konnte, lebte von 1930, da war er gerade sechs Jahre alt, bis zu seinem Tod, 78 Jahre später im März 2008, in Unkel. Reinirkens ist nur einer der klugen Köpfe, dem die Entwicklungsagentur Unkel und die Stadt das neue Vorlesefestival „Unkel liest“ widmen. Denn: Im Mittelpunkt des literaturbeflissenen Tages am Pfingstsonntag, 19. Mai, stehen Texte, die in Unkel verfasst wurden oder in einer engen Beziehung zur Stadt stehen.