Kommentar zur Debatte um den Sportpark in Unkel Das Geschenk auch annehmen

Meinung | Unkel · Es sieht gut aus für die Idee, mittels einer Stiftungsgründung einen neuen Sportplatz in Unkel zu bauen. Die Kulturstadt hat zwar einen, aber der ist marode und seit über einem Jahr gesperrt. Die Initiative, eine Stiftung zu gründen, ist ein Geschenk an die Stadt, findet GA-Redakteur Mario Quadt.

 Seit September vergangenen Jahres sind die Arbeiten zur Reparatur des maroden Hybridrasenplatzes eingestellt.

Seit September vergangenen Jahres sind die Arbeiten zur Reparatur des maroden Hybridrasenplatzes eingestellt.

Foto: Frank Homann

Mit Geschenken ist das so eine Sache. Erinnern wir uns an die Offerte, dass die drei in Bonn ansässigen Unternehmen Deutsche Telekom, Deutsche Post und Postbank im Frühjahr 2007 anregten, als Hommage an Beethoven der Stadt Bonn ein Festspielhaus zu schenken. Aus der Hommage wurde eine Blamage für Bonn, unter anderem, weil die Frage im Raum stand, wie die jährlichen Betriebskosten von 3,8 Millionen Euro von einer chronisch klammen Kommune aufgebracht werden können. Der Rest ist Geschichte: Statt eines geschenkten Festspielhauses für 75 Millionen Euro, dass 2020 zum 250. Geburtstag des Musikgenies eröffnen sollte, erneuert die Bundesstadt noch immer die Beethovenhalle – für aktuell 221 Millionen Euro. Fragliches Eröffnungsziel: Ende 2025.