Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche Neue Skateranlage im Bürgerpark Unkel ist fertig

Unkel · Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, packten die Jugendlichen auch selbst mit an: Im Bürgerpark in Unkel gibt es jetzt eine Skateranlage. Das ehemalige Freibad-Areal gewinnt immer mehr an Bedeutung auch für die Jugend.

 Auf dem ehemaligen Freibadgelände in Unkel ist eine Skateranlage entstanden.

Auf dem ehemaligen Freibadgelände in Unkel ist eine Skateranlage entstanden.

Foto: Frank Homann

Das garantiert den perfekten „Drive“: Im ehemaligen Freibad von Unkel gibt es jetzt eine Skateranlage. Ob auf einem Skateboard, auf Inlinern, auf BMX-Rädern, auf Rollschuhen oder einem Scooter-Roller: Die Bahn bietet Kindern und Jugendlichen jenseits des Spielplatzalters einen Ort, an dem sie sich treffen und sportlich austoben können. Möglich ist dies auch mit Skaterrollstühlen, denn die Bahn ist barrierefrei zugänglich. Und dass das alles so ist, dafür haben die jungen Skater mit angepackt.

17 Jahre ist es her, da wurde das Unkeler Freibad geschlossen. Wiederbelebungsversuche scheiterten, mit viel bürgerschaftlichem Engagement entstand aber inzwischen der Bürgerpark. Martin Koch gründete mit Gleichgesinnten zusätzlich die Initiative „Wheelie von Gemeinsam für Vielfalt e.V.“. „Mit Eltern aus der Verbandsgemeinde haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, welche Möglichkeiten Kinder jenseits des Spielplatzalters haben.“

Denn: Der Wunsch nach dem Skatervergnügen war groß, die nächste Bahn gibt es erst in Bonn, so Kochs Sohn Otto. Also machte sich die Initiative an die Arbeit. „Das Becken für Nichtschwimmer war verschlammt, zugewachsen.“ Es wurde Ordnung geschaffen, die Fugen wurden geschlossen. „Dank zahlreicher privater Spenden und der erfolgreichen Crowdfunding Kampagne mit der großzügigen Unterstützung durch die VR-Bank Rhein/Mosel konnten einige große und kleine Elemente für den Skatepark angeschafft und hergerichtet werden“, so Koch. Allein die große Halfpipe kostete 5.000 Euro. Inzwischen sind alle Rampen sicherheitstechnisch abgenommen.

Anstoß kam von den Jugendlichen selbst

Otto (12) und sein Freund Felix (11) sind begeistert. „Ich habe mit acht Jahren mit dem Roller angefangen und dann im Urlaub in Frankreich mit den Skateboards meines Onkels“, so Otto, der wie sein Freund so einige Tricks auf Lager hat – das Board dreht sich unter den Füßen oder um die eigene Achse. Etliche Kombinationen haben sie drauf. „Das ist ein großes Hobby von uns.“

Angefangen haben die beiden vor der Feuerwache von Rheinbreitbach. Sie halfen dann bei der Suche nach der geeigneten Fläche per Google Map und beim Bau. Beim Säubern und beim Gießen einer Betonrampe für die Jüngeren packten sie mit an. Unter einer Rampe bauten sie aus Paletten Sitze als Regenunterstand. Eine neue Einfahrrampe soll bald fertig sein. Zukunftsmusik ist der Bau einer für alle befahrbaren professionell gebauten Skaterbahn. Peer-to-peer, also voneinander, werden fortgeschrittene Skater den anderen etwas beibringen. Koch: „Das stärkt die Gemeinschaft.“

Kleine Kinder nur unter Aufsicht

Wenn es regnet, können sich die Kinder die Zeit vertreiben mit einem Fingerboardpark, der für den Bürgerpark als Spende gewonnen werden konnte und sich im ehemaligen Gebäude des Schwimmbads befindet. Das Original steht in Eindhoven. Mit den Fingern können die Kinder ihr Board über die Minianlage schieben. Die Skateranlage kann ohne Einschränkungen von den Kindern und Jugendlichen zu den Öffnungszeiten des Bürgerparks genutzt werden - im Sommer bis 22 Uhr, im Winter bis zum Einbruch der Dunkelheit. Derzeit ist der Park bis 21 Uhr geöffnet. Empfohlen wird die Nutzung ab acht Jahren, kleinere Kinder dürfen nur unter Aufsicht der Eltern auf die Bahn.

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