Linz und der Westerwald als Filmkulisse Während der Dreharbeiten ticken die Uhren in der Abtei Rommersdorf anders

Linz · Dreharbeiten vor historischer Kulisse: Szenen einer großen Fernsehproduktion entstanden in der Abtei Rommersdorf bei Neuwied. Kommende Woche ist „Da hilft nur beten“ in der ARD zu sehen – nicht nur für Stiftungs-Geschäftsführer Reinhard Lahr ist Wiedererkennungswert da garantiert.

 In der Abtei Rommersdorf bei Neuwied tickten die Uhren während der Dreharbeiten komplett anders.

In der Abtei Rommersdorf bei Neuwied tickten die Uhren während der Dreharbeiten komplett anders.

Foto: ARD Degeto/Thomas Neumeier

Der Wiedererkennungswert dürfte garantiert sein: Im Kreis Neuwied und im Westerwald sind Szenen für einen Fernsehfilm entstanden, der in Kürze über die Mattscheibe flimmern wird. Denn die Region diente als Kulisse der ARD-Produktion „Da hilft nur beten“. Ausgestrahlt wird die romantische Komödie am Freitag, 3. Februar, zu bester Sendezeit um 20.15 Uhr. Drehorte waren unter anderem die historische Abtei Rommersdorf bei Neuwied, der Landshuber Weiher sowie die Linzer Altstadt.

„Wir freuen uns sehr, dass die Produzentin Sabine Tettenborn für die Verfilmung unsere wunderschöne Region Westerwald als Kulisse ausgewählt hat “, so Peter Enders (Kreis Altenkirchen), Achim Hallerbach (Kreis Neuwied) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis), jene drei Landräte unter dem Dach der Vereinigung „Wir Westerwälder“.

Protagonisten der Produktion sind laut „Wir Westerwälder“ ein zynisch auftretender Werbeprofi und eine Ordensschwester, gespielt von David Rott und Kristin Suckow in den Hauptrollen. Regisseur Michael Rowitz verfilmte das Drehbuch von Xaõ Seffcheque über diese zwei Menschen, die sich ungewollt näherkommen und dabei mehr in Bewegung bringen, als es ihnen lieb ist.

Ehemalige Abtei wurde seit den 70er Jahren wieder aufgebaut

Die ehemalige Prämonstratenserabtei Rommersdorf in Heimbach-Weis bei Neuwied diente als eine der Kulissen für den Fernsehfilm über Glauben, Liebe und Werte. „Das war mit Abstand das Spannendste, was in Rommersdorf die letzten fünf Jahrzehnte passierte“, so im Nachgang Reinhard Lahr, seit Anfang 2009 Geschäftsführer der Stiftung. Lahr kennt die Abtei von klein auf, sein Vater war der erste ehrenamtliche Geschäftsführer und Pionier des Aufbaus, den Lahr selbst in all seinen Facetten erlebte.

„Der Wiederaufbau ist seit etwa 30 Jahren abgeschlossen, jetzt ist vieles Kür“, so Lahr, unter dessen Regie allerdings noch Vieles angepackt wurde. Dazu gehörte der Ausbau der Orangerie, der nach Originalbefunden hergestellte Außenputz der Kirche, die Erneuerung vieler Dächer, des Engeltors und die Installation geschenkter Glocken.

Hauptdarsteller der romantischen Komödie sind Kristin Suckow und David Rott. Die Aufnahme entstand ebenfalls in der Abtei Rommersdorf.

Hauptdarsteller der romantischen Komödie sind Kristin Suckow und David Rott. Die Aufnahme entstand ebenfalls in der Abtei Rommersdorf.

Foto: ARD Degeto/Thomas Neumeier​

Wie viel Zeit vom Dreh bis zur Ausstrahlung eines Films vergehen kann, belegte auch die vorliegende ARD-Produktion. Denn die Dreharbeiten liegen schon deutlich mehr als ein Jahr zurück. Zustande gekommen war der Dreh in Rommersdorf nach einer Anfrage per E-Mail im Frühjahr 2021. Sabine Tettenborn, Produzentin von Polyphon Pictures, kündigte darin eine Besichtigung an, an der auch Regisseur Micky Rowitz und die Aufnahmeleiter Detlev Jansen, Tomo Möller und Lisa Niederauer teilnehmen.

Von der Location der Abtei Rommersdorf waren die Profis offenkundig sofort überzeugt. Während der Drehtage tickten die Uhren in der Abtei freilich gänzlich anders, die komplette Abtei war sozusagen belagert, so „Wir Westerwälder“. Stets waren etwa 40 Techniker, zehn Hauptdarsteller und 20 Komparsen vor Ort. Hauptdarsteller David Rott urteilte seinerzeit: „Der Westerwald, in dem wir gedreht haben, bringt eine große, landschaftliche Idylle mit sich, deren ich mich nicht erwehren kann. Sowieso geht mir, umso älter ich werde, die Natur seltsam nahe.“

Eigentlich hätte der Film, in dem auch die Linzer Altstadt zu sehen ist, bereits im Frühjahr 2022 ausgestrahlt werden sollen. Unter anderem wegen des Ukrainekrieges wurde der Termin verschoben. Sendetermin: Freitag, 3. Februar, 20.15 Uhr in der ARD.

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