Verleihung des Erpeler Heimatordens Warum Lothar Bonn den Fußball in der Gemeinde von Kindesbeinen an prägt

Erpel · Er ist dem Fußball von Kindesbeinen an verbunden und mittlerweile seit 2000 auch Vorsitzender des FV Rot-Weiß Erpel: Lothar Bonn. Für seinen Einsatz unter anderem um die Nachwuchswerbung des Vereins trägt er nun den Heimatorden „Alt Erpilla“. Das und mehr erläuterte Laudator Hans Simon als Kapitel-Sprecher jetzt bei der Verleihung durch Bürgermeister Günter Hirzmann.

 Freut sich über die Auszeichnung mit dem Heimatorden „Alt Erpilla“: Lothar Bonn.

Freut sich über die Auszeichnung mit dem Heimatorden „Alt Erpilla“: Lothar Bonn.

Foto: Frank Homann

1:0 für Lothar Bonn. Erst eroberten die Karnevalisten das Rathaus mit Böllerschüssen. Dann gab es beim Empfang des Ordenskapitels durch Bürgermeister Günter Hirzmann im Ratssaal den Heimatorden Alt Erpilla für den Vorsitzenden des FV Rot-Weiß Erpel. Kapitel-Sprecher Hans Simon dekorierte den 56-jährigen Fußballvereinschef mit dem Edelmetall.

Normalerweise erfolgt die Ordensverleihung auf der Prunksitzung der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft. Da nahm Mutter Ingrid schon mal die Ehrenurkunde für den verhinderten Sohn in Empfang mit den Worten: „Das Leben ist lebenswert, Alaaf.“ Diesen Spruch wählte Lothar Bonn nun auch für seinen Eintrag ins Goldene Buch.

Vom Fußball-Pimpf an aktiv

„Der Fußball wurde Lothar quasi in die Wiege gelegt“, meinte Hans Simon. Schon Vater Matthias „Korri“ Bonn war begeisterter Fußballer. Von klein auf spielte der neue Ordensträger, war später in der ersten Mannschaft aktiv und steht heute noch in der Alte-Herren-Elf.

Er jagt aber nicht nur als Mittelfeldspieler über den Platz, sondern übernahm schon früh Verantwortung. Der Generalvertreter einer Versicherung wurde im Alter von 23 Jahren bereits Geschäftsführer und ist seit dem Jahr 2000 Vorsitzender des FV Erpel. Er trainierte Jugendmannschaften, auch seine Söhne Fernando und Enrico, die sich mittlerweile selbst um den Nachwuchs als Jugendtrainer kümmern. Und auch Lothar Bonns Ehefrau Bea Poyatos-Bonn ist eingebunden in die Aktivitäten.

Bonns Einsatz ist es auch zu verdanken, dass der Verein seit 2015 auf Kunstrasen spielen kann. Mit eigenen Mitteln und sehr viel Eigenleistung ohne öffentliche Fördermittel schaffte es der FC Rot-Weiß, von Asche auf Rasen umzusteigen. „Ein großartiges Gemeinschaftswerk.“ Mit über 260 Mitgliedern ist der FV einer der mitgliederstärksten Erpeler Vereine. Allein 100 Kinder und Jugendliche sind im FV aktiv.

„Ein tolles Event waren die Veranstaltungen rund um die 100-Jahrfeier 2019. Nicht zuletzt tritt der FV auch im Erpeler Karneval als attraktive Fußgruppe im Zug in Erscheinung und stellt beim Winzerfest seit Jahrzehnten einen eigenen Weinstand. Lothar initiiert mit seinen Mitstreitern bei Fußballevents ein erfolgreiches Public Viewing auf dem Sportgelände. Viele Erpeler Bürger sind gern gesehene Gäste. All diese Aktivitäten kann ein Einzelner nicht leisten, aber als Vorsitzender trägt Lothar die Verantwortung. Er motiviert und fördert ein super Vereinsklima, das den FV auszeichnet“, hieß es in der Laudatio.

Aktiv auch in weiteren Vereinen

Darüber hinaus ist er auch inaktives Mitglied im Karnevalsverein, im Bürgerverein und im Tambourcorps. Im Junggesellenverein war er Fähnrich und einige Jahre im Vorstand, so bereitete er auch einst das 250-jährige Jubiläum mit vor.

Hans Simon: „Lothars außergewöhnliches Engagement über Jahrzehnte für den FV Rot-Weiss Erpel hatte das Ordenskapitel bei seiner Entscheidung im Blick und es ist an der Zeit, diesen Verein in seiner Person zu würdigen.“ Die Freude über den Orden war bei dem Erpeler groß. Lothar Bonn: „Mein Herz hängt an Erpel.“

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