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Zoo Neuwied: Nachwuchs bei den Löwen - Drei Löwenbabys

Nachwuchs : Drei flauschige Löwenwelpen im Zoo Neuwied

Endlich wieder Löwenwelpen im Zoo Neuwied: Nach drei Jahren Zuchtpause haben mit Malik, Alore und Thabo drei Berberlöwen in dem Tierpark das Licht der Welt erblickt.

Er ist schon jetzt ein Star, und das weiß er auch: So ziemlich alles an ihm strahlt eine Aura des Bewundertwerdenwollens, des Kraftstrotzens und eines majestätischen Habitus aus: Schröder, der Berberlöwe im Zoo Neuwied, liebt und genießt die Blicke seiner Bewunderer. Der 2006 in Neuwied geborene Vierbeiner ist der Superstar aller 1800 Zootiere. Wenn er brüllt, stellen sich bei all seinen Betrachtern die Nackenhaare auf. Jetzt gibt es in seinem Gehege drei neue Gründe, bewundernd hineinzuschauen: Drei Löwenwelpen haben im Zoo das Licht der Welt erblickt.

Die Berberlöwen sind schließlich eine von drei Tierarten, die im Logo des Zoos Neuwied vertreten sind, und das aus gutem Grund: Sie sind eine der absoluten Charakter-Tierarten des Zoos. Seit 2003 wird die majestätische Unterart des afrikanischen Löwen im größten Tierpark von Rheinland-Pfalz gehalten, die im ursprünglichen Lebensraum bereits ausgestorben ist und von der weltweit in Zoos nur schätzungsweise 100 bis 150 Tiere gehalten werden.

Seit Haltungsbeginn wurden 20 Tiere geboren

Ein beträchtlicher Teil dieser Tiere hat seine Wurzeln im Zoo Neuwied, wo seit Haltungsbeginn 20 Tiere geboren und großgezogen wurden. Zuletzt gab es 2016 und 2017 zwei Würfe mit sehr geringem zeitlichem Abstand, sodass das Paar aus Löwin Zari und Kater Schröder zwischenzeitlich sieben Jungtiere zu versorgen hatten. „Nachdem 2018 der letzte Nachwuchs in andere Zoos umgezogen war, haben wir entschieden, eine Zuchtpause einzulegen“, erklärt Jasmin Kuckenberg, die stellvertretende Direktorin, und fügt strahlend hinzu: „Die haben wir aber in diesem Jahr beendet, und können heute verkünden: Es gibt wieder Löwenwelpen im Zoo Neuwied.“

Wie der Zoo am Donnerstag bekannt gab, brachte die erfahrene Mutter Zari bereits am 21. September drei gesunde Welpen zur Welt, und versorgte sie von Anfang an vorbildlich. Die ersten Lebenswochen, in denen das Immunsystem der Jungtiere noch nicht voll ausgereift ist, verbrachten die kleinen Kater Malik (König) und Thabo (Glück) zusammen mit Schwester Alore (Traum) und der Mutter im Löwenhaus, wo sie medizinisch überwacht werden konnten und auch erste Impfungen erhielten. Auch in der Natur sondern sich Löwinnen zur Geburt vom Rudel ab und stellen ihren Nachwuchs erst nach mehreren Wochen den übrigen Rudelmitgliedern vor.

 Die Besucher des Zoos Neuwied können jetzt die Welpen zusammen mit Mutter Zari (Mitte) und Vater Schröder (links) im Berberlöwen-Gehege bewundern.
Die Besucher des Zoos Neuwied können jetzt die Welpen zusammen mit Mutter Zari (Mitte) und Vater Schröder (links) im Berberlöwen-Gehege bewundern. Foto: Zoo Neuwied

Auch im Herbst und Winter häufig draußen

 „Das ist auch im Zoo immer ein spannender Schritt, den Vater zum ersten Mal dazuzulassen“, verrät Diplom-Biologin Jasmin Kuckenberg, „aber da Schröder bereits ein erfahrener Vater ist und Zari im wahrsten Sinne des Wortes eine echte Löwenmutter, die ihre Jungtiere im Ernstfall vehement verteidigen würde, haben wir uns keine großen Sorgen gemacht.“

Und so lief die Zusammenführung in der vergangenen Woche tatsächlich völlig reibungslos, Besucher können die Löwenfamilie seitdem meist zusammen beim Spielen, Fressen oder Ruhen in der Außenanlage beobachten, berichtete Kuckenberg. „Unsere Löwen können sich natürlich jederzeit in ihre Innenbereiche zurückziehen“, stellt sie klar, „aber da die wilden Vorfahren unserer Berberlöwen im Atlasgebirge auch niedrigen Temperaturen trotzen mussten, sind die Tiere gut an Kälte angepasst und darum auch im Herbst und Winter häufig draußen zu sehen.“