1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Kreis Neuwied

Zoo Neuwied: Tigerdame „Kimberly“ stirbt nach Attacke

Von Tiger Ivo gebissen : Tigerdame Kimberly stirbt nach Attacke im Zoo Neuwied

Im November ist die Tigerdame Kimberly in den Zoo Neuwied gezogen. Sie sollte dem Tiger Ivo Gesellschaft leisten und zukünftig für Nachwuchs sorgen. Bei der Zusammenführung der beiden Großkatzen hat Ivo die Tigerdame allerdings angegriffen.

Traurige Nachrichten aus dem Zoo Neuwied: Die erst im November eingezogene Tigerdame Kimberly ist verstorben. Sie sollte dem Männchen Ivo Gesellschaft leisten und in Zukunft für Nachwuchs sorgen. Wie der Zoo am Mittwoch mitteilte, hatte Ivo allerdings seine neue Gefährtin bei dem Versuch angegriffen, die beiden Großkatzen zusammenzuführen. Zwei Tage später ist Kimberly ihren Verletzungen erlegen.

In der Pressemitteilung heißt es, es habe einige Sekunden gedauert, bis das Männchen von der Tigerdame abließ. Ein Tierarzt habe die Verletzungen sofort untersucht, diese schienen allerdings kaum lebensbedrohlich zu sein. „Wir sind alle zutiefst geschockt“, sagte Zoodirektor Mirko Thiel. „Dass so etwas passieren kann, weiß zwar jeder, der mit Wildtieren arbeitet. Aber nach den Zeichen der letzten Wochen haben wir mit einem solchen Ablauf wirklich nicht gerechnet“.

Kurz nach Kimberlys Ankunft im November sei die Katze noch sehr nervös gewesen und habe sich eher abwehrend und aggressiv gegenüber dem acht Jahre älteren Kater verhalten. Die beiden Tiger waren zu der Zeit durch ein Gitter getrennt. Ivo hingegen sei von Anfang an auf Kimberly zugegangen und habe mehrfach mit dem Gitter gekämpft. Doch bereits vor Weihnachten habe sich das Verhältnis seitens der Katze ins Positive verändert.

Als die beiden Tiger nun zusammengeführt wurden, stand ein Team aus Tierpflegern, der Zooleitung und einem auf Großkatzen spezialisierten Tierarzt bereit, um in Notfall eingreifen zu können. Unmittelbar nachdem das Gitter zwischen den beiden Tigern geöffnet wurde, sei Ivo auf Kimberly aggressiv zugestürmt und habe sie angegriffen.

Bei der ärztlichen Untersuchung wurden Bisswunden genäht. Lebenswichtige Organe schienen allerdings nicht verletzt. Der Zoo weist ausdrücklich darauf hin, dass trotz dieses traurigen Ausgangs niemandem ein Vorwurf gemacht werden könne. Die Tiere wurden intensiv beobachtet, die Zusammenführung gründlich geplant und auch die Trennungsversuche durch die Tierpfleger vor Ort nach der Attacke seien schnell erfolgt.

Schon in November bei Kimberlys Umzug von Magdeburg nach Neuwied merkte der Zoo an, dass sich erst zeigen müsse, ob die beiden Großkatzen dauerhaft zusammenleben könnten.