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Vandalismus auf dem Oelberg: Videoüberwachung soll gegen Randalierer helfen

Vandalismus auf dem Oelberg : Videoüberwachung soll gegen Randalierer helfen

Nachdem Unbekannte rund um die Gaststätte auf dem Oelberg-Plateau mehrfach ihr Unwesen getrieben haben, greift der Verschönerungsverein für das Siebengebirge zu drastischeren Maßnahmen. Kameras und ein neues Tor sollen dafür sorgen, dass die nächtlichen Zerstörungen aufhören.

Der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) wird das Plateau auf dem Oelberg mit Überwachungskameras ausstatten. Der Verein sehe sich zu dieser Maßnahme gezwungen, nachdem es wiederholt zu Zerstörungen gekommen sei, teilte der VVS mit. „Leider macht sinnlose Zerstörungswut, von der tagtäglich die Medien berichten, auch vor dem Eigentum des VVS nicht halt.“ Dabei sei in einem Fall sogar eine unbeteiligte Person verletzt worden.

Sonnenschirme zerstört

So seien 2020 bereits zwei Sonnenschirme am Gasthof auf dem Oelberg zerstört worden. Bei einem weiteren sei die Halterung so manipuliert worden, dass er bei einem Windstoß umgefallen sei und eine Frau verletzt habe. In einem weiteren Fall sei ein Stuhl angesägt worden. Der wirtschaftliche Schaden summiere sich alleine in diesem Jahr auf mehr als 1000 Euro. Gravierender noch wiege allerdings, dass die unbekannten Täter in Kauf nähmen, dass Menschen zu Schaden kommen.

Videoüberwachung und eine neues Tor

Alle genannten Schäden seien außerhalb der Geschäftszeiten des verpachteten Gasthauses auf dem Oelberg, vornehmlich wohl in den Nachstunden, verursacht worden. Zum Schutz der Gäste des Gasthauses und zur Sicherung des Eigentums der Pächterfamilie Prinz und des Vereins sehe sich der VVS gezwungen, geeignete Maßnahmen zur Überwachung und Absperrung des Oelberg-Plateaus zu treffen.

Zum einen soll dazu eine Videoüberwachungsanlage installiert werden, die den Zugangsbereich und die Terrasse überwachen soll. Diese werde nur außerhalb der Geschäftszeiten Bilder aufzeichnen, die ausschließlich in Fällen von Vandalismus bei der Ermittlung der Täter helfen sollen. Zusätzlich werde der Zugang zur Terrasse nachts durch ein abschließbares Tor gesichert.

Der VVS bedauert, dass gegebenenfalls auch „anständige“ Besucher des Oelberg-Plateaus unter der Maßnahme leiden müssten. Aber die Verantwortung für die Sicherheit der Gäste lasse keinen Spielraum für eine andere Entscheidung, die den gemeinnützigen Verein nun zu allem Übel auch eine höhere vierstellige Summe kosten dürfte.