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Drachenfels in Königswinter: Vom Betonklotz zum Glaskubus

Drachenfels in Königswinter : Vom Betonklotz zum Glaskubus

Architektur spiegelt immer auch den Zeitgest wider. Vor 47 Jahren, als sich der Kölner Architekt Ernst Sapia gegen 23 andere Bewerber in einem Planungswettbewerb für ein neues Restaurantgebäude auf dem Drachenfels durchsetzte, war Beton groß in Mode. 40 Jahre später sagte Bürgermeister Peter Wirtz: "Der Betonklotz muss weg."

"Architektur ist die bauliche Darstellung einer Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit", meinte Werner Hoffmann vor einigen Jahren in einem Gespräch. Der Bad Honnefer war als Regierungs-Baudirektor von 1972 bis 1983 Vorstand des Bonner Staatshochbauamtes und damit für die geschäftliche und technische Bauleitung auf dem Drachenfels verantwortlich. Weil sich die Finanzierung damals als problematisch herausstellte, dauerte es elf Jahre, bis 1976, bis der Bau endlich stand.

[kein Linktext vorhanden] Die Kosten von zehn Millionen Mark entsprachen dabei fast dem, was der Glaskubus inklusive der Gestaltung der Außenanlagen und der Sanierung des Hotelgebäudes aus den 30er Jahren heute in Euro kostet. Die aktuellen 9,2 Millionen Euro teilen sich Land, Stadt und die Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG), die Bauherrin ist.

Heute nun ist es endlich so weit: Bei der Eröffnungsfeier können sich zunächst geladene Gäste und einen Tag später auch alle Anderen überzeugen, wie gut die Neugestaltung des Plateaus gelungen ist. Viel Glas entspricht in jedem Fall dem Zeitgeist.