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Start ins neue Semester: Wie Corona das Programm der Volkshochschule Siebengebirge verändert

Start ins neue Semester : Wie Corona das Programm der Volkshochschule Siebengebirge verändert

Die Volkshochschule Siebengebirge bietet im zweiten Halbjahr rund 250 Veranstaltungen. Von Hip Hop bis Fotografie ist für jeden etwas dabei. Corona hat der VHS einen Digitalisierungsschub gebracht.

Bei der Volkshochschule Siebengebirge (VHS) ist durch Corona ein Digitalisierungsschub zu verzeichnen. Ein Französischkursus, der aufgrund der Pandemie mittels der VHS-Cloud angefangen hatte, online zu lernen, möchte sogar komplett auf dieses Format wechseln. Und beim Feldenkrais-Kursus im kommenden Semester können Interessierte wählen zwischen Präsenz- und reinem Online-Kursus bei derselben Dozentin. Das erklärten Andreas Meese und seine Stellvertreterin Jutta Schnippering, die gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeiterin Hannah Mittelstädt das Programm für das zweite Semester 2020 vorstellten.

Mit viel Elan ist Meese nach eigenen Angaben als neuer Leiter ins erste VHS-Semester 2020 gestartet, „und dann sind wir elanvoll in Corona geraten“. Viel Einsatz und Flexibilität sei von allen VHS-Mitarbeitern gefragt gewesen. „Punktgenau“ seien unter anderem die Teilnahmegebühren zurückerstattet worden. „Nachdem die ersten Kurse angelaufen sind, wollte wegen Corona dann ungefähr die Hälfte aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr teilnehmen, etwa, weil sie selbst erkrankt waren oder Angehörige schützen wollten“, sagen die VHSler: „Das hat uns aber nicht davon abgehalten, weiter zu planen.“

Zum ersten Mal „Extra-Zeit“ im Sommer

Eine neue Homepage ist online gegangen in barrierefreiem Format, mit Newsletter-Funktion, dem neuen Programm zum Durchblättern und Stammhörer-Login zum besseren Verwalten der Kurse. Außerdem ist erstmals die „VHS ExtraZeit im Sommer“ gestartet: 20 Angebote sind als Schnupperkurse in den ersten drei Wochen der Sommerferien buchbar gewesen. Gut angenommen wurden Sport, Sprachen und Handlettering.

Wegen Corona wurden Pilates oder Gymnastik ins Freie verlegt. „Mit dem Sommerprogramm wollten wir einerseits zeigen, dass wir weitermachen, und wir wollten auch den Dozenten die Möglichkeit geben, ausgefallene Honorare zu erwirtschaften“, so Meese. Zudem wünschen sich Teilnehmer der Bewegungskurse laut Schnippering immer wieder auch Sportangebote zwischen den VHS-Semestern. Das Schnupper-Sommerprogramm soll es auch in 2021 wieder geben.

„Grob geschätzt konnte noch ein Drittel der Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2020 stattfinden, der Rest fiel Corona zum Opfer“, so Meese. Einige Kurse seien als Not-Programm ab Mitte Mai in der ehemaligen Konrad-Adenauer-Schule abgehalten, andere online fortgeführt worden. Mehr als 240 Veranstaltungen waren ursprünglich für das erste Semester 2020 vorgesehen, mehr als 250 Veranstaltungen sind es für das zweite Semester.

Die VHS bietet 70 Exkursionen und Einzelveranstaltungen im Herbst

In der Druckversion, die unter anderem in den Rathäusern und im Handel zu haben ist, sind diese auf mehr als 200 Seiten gelistet und werden an fast 40 Veranstaltungsorten von mehr als 200 Dozenten angeboten. Darunter sind neben den klassischen Kursen rund 70 Einzelveranstaltungen und Exkursionen.

Das Herbstsemester wird unter den vorgegebenen Hygienebedingungen anlaufen. Die Teilnehmer wurden gebeten, bis zum Platz Mund-Nase-Schutz zu tragen, mit bereitgestellten Hygienetüchern kann jeder Tisch und Stuhl desinfizieren. Die Sitzordnung wird dokumentiert, jeder hat seinen festen Platz im Kursraum, Tische stehen auf Abstand, und die Dozenten sind angehalten, auf Gruppenarbeit zu verzichten. Sonst gilt für die Kurse eine Mindestteilnehmerzahl von sieben. „Wir können auch kleinere Kurse durchführen, wenn der Raum es nicht anders hergibt“, so Schnippering: „Wir sind gespannt auf die Anmeldungen.“