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Beliebter Kaplan verlässt Thomasberg: Zum Abschied gibt es einen „Hausdrachen“

Beliebter Kaplan verlässt Thomasberg : Zum Abschied gibt es einen „Hausdrachen“

Kaplan Udo Casel verlässt nach 16 Jahren Königswinter.

„Wir werden schmerzlich vermissen, was du hier alles gemacht und geleistet hast“. Johannes Herzog, Vorsitzender des Ortsausschusses Thomasberg/Heisterbacherrott des Pfarrgemeinderates der katholischen Pfarreiengemeinschaft Königswinter am Oelberg, sprach am Sonntag vielen Menschen aus der Seele. Bei der Abschiedsmesse für Kaplan Udo Casel in der katholischen Kirche Sankt Josef in Thomasberg dankten Herzog und weitere Vertreter der Pfarreiengemeinschaft dem Geistlichen für 16 Jahre seelsorgerischen Dienst in der Gemeinde – zunächst als Diakon und in den vergangenen zwölf Monaten dann als Kaplan. Nun zieht es Casel dorthin zurück, wo seine kirchliche Laufbahn einst als Gemeindeassistent begonnen hat: nach Altenberg im Bergischen Land.

Denn wie es im Erzbistum Köln üblich ist, werden Kapläne nach dem ersten Jahr vom Erzbischof für einen anderen Seelsorgebereich ernannt. „Ich darf noch einmal dort anfangen, wo alles angefangen hat“, so Casel – für ihn ein seltsames Gefühl: „Ich bin nicht mehr ganz hier, aber auch noch nicht richtig dort.“ Seine Zeit in Königswinter wird ihm immer in besonderer Erinnerung bleiben: „Ich habe mich wirklich getragen gefühlt von dieser Gemeinde hier vor Ort und von der Pfarreiengemeinschaft.“ „Die Menschen um den Altenberger Dom haben es gut, dass sie dich bekommen“, sagte die evangelische Pfarrerin Pia Haase-Schlie, die auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Casel zurückblickt: „Für mich war es ein Geschenk, die Jahre mit Udo Casel hier leben und wirken zu können.“ Und manchmal sei er auch für sie ein Seelsorger gewesen. Ihr Wunsch nach dem Weggang Casels: „Lasst uns als Christen zusammen weitergehen hier im Ort“.

Pfarrer Markus Hoitz überreichte Casel als Abschiedsgeschenk der Gemeinde einen „Hausdrachen“ aus Keramik, „der dich immer an das Siebengebirge erinnern soll“ – und der zudem, wie Hoitz augenzwinkernd hinzufügte, „bei der aktuellen Situation des Erzbistums auch helfen könnte“. Denn der Drache erinnere ja auch an den Heiligen Geist, „weil der Feuer spuckt“. Und in diesem Bistum brauche man im Moment Feuerspucker.