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Fantasy-Roman von Anna Frost: Autorin aus Troisdorf schreibt über Flüche, Elfen und Magie

Fantasy-Roman von Anna Frost : Autorin aus Troisdorf schreibt über Flüche, Elfen und Magie

Anna Frost aus Troisdorf hat ihr Erstlingswerk, den Fantasy-Roman „Weltendunkel“, veröffentlicht. Fürs Schreiben hat sie ihren alten Beruf aufgegeben.

Die Welt der Phantasie bietet eine positive Abwechslung zu den schlechten Nachrichten – ein Grund, warum das Fantasy-Genre so beliebt ist. In diese Kerbe schlägt auch eine junge Nachwuchsautorin aus Troisdorf. In ihrem Erstlingswerk „Weltendunkel“ geht es, inspiriert von einem bildhaften Traum, um zwei Welten, die im Mittelalter spielen. Sie sind getrennt durch einen uralten Fluch: „Nehes“, die Welt der Menschen, und „Elirion“, das Reich der Iluminar.

„Die Iluminar sind eine Art Elfen oder Elben. Sie haben spitze Ohren und können Magie wirken“, erzählt Anna Frost, die eigentlich Anna Klenke heißt. Doch dieser Name schien für eine Fantasy-Autorin zu profan. Der Künstlername bezieht sich auf die Leidenschaft der am 22. Januar Geborenen – sie wurde kürzlich 30 Jahre alt – für den Winter. Selbst ein großer Fantasy-Fan, entwickelte sie bereits im Sommer 2019 die durch einen undurchdringlichen Schleier getrennten Welten der Menschen und der Magie.

Klenke schreibt schon am dritten Roman

Doch eine merkwürdige Krankheit bedroht „Elirion“, die sich wie ein Nebel über alles legt. Schuld daran soll ein Fluch der Menschen sein. Zudem strebt der Nordkönig die Herrschaft über das in vier Himmelsrichtungen gegliederte Reich an. Sein Halbbruder Nox kämpft gegen ihn, um sein Volk zu retten. Auf der anderen Seite gelingt Riana als erstem und einzigen Menschen, den Welten-Schleier zu durchdringen. Zusammen mit Nox möchte sie das durch einen Krieg zerstörte Gleichgewicht zwischen Menschen und Magischen, zwischen Licht und Finsternis wieder herstellen.

„Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive und in zwei Strängen erzählt. In einem Kapitel erzählt Nox aus seiner Perspektive, in dem nächsten Riana aus ihrer“, berichtet die Autorin aus dem ersten Band der Triologie. Eigentlich sollten es zwei Bände sein, aber in Abstimmung mit dem Verlag wurden drei daraus. Der erste Band ist am 15. Januar erschienen, der zweite befindet sich im Lektorat, am dritten schreibt Klenke gerade. Insgesamt sechs Charaktere werden es zum Schluss sein, sagt die Autorin, die bereits von Kindesbeinen an schreibt.

Kündigung fürs Romanschreiben

Während andere Teenager auf Partys gingen, hat sie es vorgezogen, zu lesen und zu schreiben. So lag eine Ausbildung zur Verlagskauffrau nahe. Das half ihr auch bei der Suche nach einem passenden Verlag. Für ihr Erstlingswerk hängte sie ihren Job Anfang 2020 mutig an den Nagel. Ihr Ehemann, ein Ingenieur, unterstützte sie dabei. „Er ist mein schärfster Kritiker und größter Fan“, sagt Klenke. Er liest auch als Erster ihre Rohfassungen, an denen sie täglich, außer sonntags, bis in die Abendstunden schreibt. Auch ihr großer Freundeskreis ist involviert.

Sieben Monate schrieb sie an „Weltendunkel“, danach folgte der Versand der Exposés. Der Wreaders-Verlag war als erstes überzeugt und bot ihr einen Vertrag an. Im halbjährlichen Rhythmus sollen ihre Bücher nun dort erscheinen. Parallel arbeitet Klenke an einem Buch für den österreichischen Silberkrone-Verlag. Unter dem Arbeitstitel „Darkening“ soll eine Fantasy-Reihe entstehen, die in der viktorianischen Zeit spielt.

„Weltendunkel: Nightrise“ von Anna Frost, 290 Seiten, 13,50 Euro.