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Spende für Förderschule im Rhein-Sieg-Kreis: Ein Zeichen der Solidarität

Spende für Förderschule im Rhein-Sieg-Kreis : Ein Zeichen der Solidarität

Kinder- und Jugendstiftung Hennef unterstützt die Richard-Schirrmann-Schule mit 20 Tablets. Sie sollen den Distanzunterricht an der Förderschule des Kreises vereinfachen.

An diesem Montag startet auch die Richard-Schirrmann-Schule in Bröl wieder mit Präsenzunterricht. Weiterhin gilt es aber auch für die Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“, die Möglichkeiten des Distanzunterrichts zu nutzen, da zunächst nur in einem Wechselmodell unterrichtet wird. Zwar hat der Kreis laut Schulleiter Marcel Meinecke zugesagt, die Schule in Kürze mit 20 bis 30 digitalen Endgeräten auszustatten. Dennoch freuten sich Meinecke und der stellvertretende Schulleiter Jörg Schütt am Freitag sehr, als Wilhelm Thiele, Vorsitzender der Kinder- und Jugendstiftung Hennef, ihnen eine Spende über 4500 Euro für die Anschaffung von 20 Tablets überreichte, um die Möglichkeiten des Distanzlernens an der Förderschule für die Kinder zu verbessern.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Stiftung uns mit dieser Zuwendung unterstützt“, sagte Meinecke. „Die Tablets können wir gut gebrauchen“, fügte Schütt hinzu, der Mitglied der Kinder- und Jugendstiftung ist. „Ich hatte bei der letzten Sitzung der Stiftung das Problem angesprochen - und innerhalb kürzester Zeit konnten wir die Tablets bestellen“, sagte Schütt. „Die Stiftung wollte schnell helfen. Wo Not ist, steigen wir ein. So funktioniert Solidarität“, sagte Thiele.

Digitalisierung läuft stockend

Die Eltern können die bereits gelieferten Geräte nun in der Schule abholen und die Lernapps draufladen. „Für dieses Schuljahr sind wir erst einmal abgesichert, denn wir wissen ja noch nicht, ob wir länger im Wechselunterricht bleiben müssen“, sagte Schütt. 152 Schüler besuchen die Förderschule an drei Standorten in Bröl (90), Siegburg (50) und Eitorf-Irlenborn (12). Unterrichtet werden sie von 32 Pädagogen. Dass Corona, Lockdown und vor allem der wochenlange Distanzunterricht auch eine Förderschule wie die Richard-Schirrmann-Schule vor besondere Herausforderungen stellt, bestätigte Marcel Meinecke. „Manche Schüler haben für den Distanzunterricht nur das Smartphone der Mutter zur Verfügung“, sagte Meinecke.

Für diese Schüler und deren Eltern kommt die Spende wie gerufen. Die Digitalisierung ist laut Meinecke an der Schule leider sehr stockend. Lehrer fahren laut dem Schulleiter immer noch zu den Eltern nach Hause und geben dort die Aufgaben für die Schüler ab: „Die Eltern fotografieren als Rückmeldung die Arbeitsfortschritte ab und schicken sie per Smartphone an die Schule.“

Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht

Manche Schüler und Lehrer mussten sich im Laufe der Zeit erst einmal an das Unterrichten per Videokonferenz gewöhnen. Die Schule bietet mit der Antolin-Lese-App und mit dem Lern-Management-System Logineo NRW sowie Lese-Ludi mehrere digitale Möglichkeiten als lernförderliche Verknüpfung von Präsenz-und Distanzunterricht an. „Die Schüler melden sich dort an und erhalten von den Lehrern Aufgaben“, sagte Meinecke.

Während des Lockdowns waren zudem in Bröl mehr als 30 Schüler in der Notbetreuung. Am Montag startet die Schule nun mit einem Wechselmodell und Gruppen zu maximal sechs Schülern in den Präsenzunterricht. „Einen Tag wird hier in der Schule und einen Tag zu Hause unterrichtet“, sagte der Schulleiter.

In der Schule gibt es natürlich neben der Maskenpflicht Hygienekonzepte wie eine feste Sitzordnung sowie versetzte Pausenzeiten. „Die Organisation des Distanz-und Präsenzunterrichtes nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch. Das alles ist für Schüler und Lehrer eine Herausforderung“, sagte Meinecke. Die Regelung mit dem Präsenzunterricht gilt zunächst nur für 14 Tage. „Wir wissen noch nicht, was danach kommt.“